Wirbel um Reschs Wahlkampf-Video. Heimatgemeinde sauer | Opponitzer Bürgermeister weist Vorwürfe zurück. Der Film wird überarbeitet.

Erstellt am 16. September 2012 (19:57)
Von Karl Pröglhöf

KREMS | Das Wahlkampf-Video von SPÖ-Spitzenkandidat Reinhard Resch sorgt in seiner Heimatgemeinde für Aufregung. Der nunmehrige Kremser Vizebürgermeister behauptet darin nämlich als Motivation für seinen Einstieg in die Politik, dass sein Großvater als einziger SPÖ-Gemeinderat in Opponitz (Bezirk Amstetten) mit Nachteilen zu kämpfen hatte. Dadurch wäre es letztlich Reschs Vater auch nicht möglich gewesen, die Hauptschule zu besuchen.

„Ich lasse diese Schmutzkübelkampagne gegen meine Gemeinde nicht zu“, reagiert der Opponitzer Bürgermeister Leopold Hofbauer zornig und fordert eine Richtigstellung.

Hofbauer stellt fest, dass es in seiner Gemeinde immer eine starke SPÖ-Fraktion mit sechs bis sieben Mandataren gegeben habe. Und in Opponitz habe es gar keine Hauptschule gegeben, sondern eine achtklassige Volksschule, „die keine schlechte Bildungseinrichtung war. Kinder aus der ganzen Gemeinde gingen dort zur Schule.“

Resch gibt zu: „Ich habe diese Darstellung von meinem Vater übernommen und nicht nachgeprüft. Es ist aber nicht darum gegangen, meinen Geburtsort in Misskredit zu bringen. Ich wollte damit auf soziale Ungerechtigkeiten hinweisen, die mich motiviert haben, mich politisch zu engagieren, um Verbesserungen herbeizuführen.“

Als erste Konsequenz wurde das Video kurz nach der Aussendung Hofbauers aus dem Internet genommen. „Wir werden die inkriminierte Passage herausschneiden“, so Resch.

„Die Entfernung des Videos mit den falschen biografischen Angaben ist ein peinliches Schuldeingeständnis“, so ÖVP-Obmann Karl Klein.