Täglich grüßt Rehbock „Hansi“. Drei Jahre ist es her, dass Herta Starkl das Rehkitz gefunden hat. Bis heute bekommt sie regelmäßig Besuch von ihrem Schützling.

Von Franz Crepaz und Isabel Schmidt. Erstellt am 17. Juli 2020 (05:33)
Rehbock „Hansi“ stattet noch immer regelmäßig seiner „Ziehmutter“ Herta Starkl und ihrer Familiein Wolfenreith einen Besuch ab.
Franz Crepaz

Seit Herta Starkl aus Wolfenreith vor drei Jahren ein kleines Rehkitz gefunden und aufgepäppelt hat, kommt „Hansi“, wie er liebevoll von ihr genannt wird, sie beinahe täglich besuchen.

Die Bäuerin entdeckte im Juni 2017 in Weinzierl am Walde das kleine wimmernde Tier unter einem Busch. Bei genauerem Hinsehen erkannte sie, dass es sich um ein Rehkitz handelt. „Ich nahm das schwer dehydrierte Kitz mit und zog es mit Schafsmilch und viel Geduld auf. In der Nacht musste ich ihm anfangs alle zwei Stunden ein Flascherl geben“ erzählt die Tierliebhaberin.

„Die örtliche Jägerschaft kennt unseren Hansi, dem wir am Geweih ein farbiges Mascherl als Kennung angebunden haben und bejagt ihn nicht“, freut sich Tochter Andrea, denn der mittlerweile stattliche Rehbock gehört auch für sie bereits zum Haus. Lediglich zur Brunftzeit zieht „Hansi“ verstärkt durchs Revier, vergisst aber selbst da nicht auf seine „Ziehmutter“ und kehrt — auch nach drei Jahren — immer wieder zu ihr zurück.