Gedersdorfer Herkulesarbeit fürs Klima. In der Gemeinde Gedersdorf will man rasch „vom Wissen ins Handeln kommen“.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 27. Oktober 2020 (05:12)
Erste GedersdorferGEHmeindeRADssitzung in der Volksschule Brunn im Felde: Bgm. Franz Brandl, Jürgen Sonnleitner, Klaus Schacherl, Dietmar Putre, Heinz Svehla, Vize Erich Berger und Stefan Löffler (von links).
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Großteils zu Fuß oder mit dem Rad kamen die Gedersdorfer Mandatare zur jüngsten Gemeinderatssitzung in der VS Brunn im Felde. Mit der „GEHmeindeRADssitzung“ will man ein Zeichen setzen.

„Wir sind stolz darauf, als erste Gemeinde Österreichs für die Herkulesaufgabe Klimaschutz einen eigenen Klimaschutz- und Mobilitätsausschuss installiert zu haben“, meint ÖVP-Bürgermeister Franz Brandl.

Dem Bekenntnis zum Klimaschutz folgten einstimmige Beschlüsse des Gemeinderates: eine 50 %-Reduktion der Gemeinde-Treibhausgase bis 2030, und alle Beschlüsse müssen auf ihre Klimarelevanz geprüft werden.

„Wir wollen gemeinsam vom Wissen ins Handeln kommen: Institution, Ausschuss, Ziele festlegen, Istzustand ermitteln, möglichen Klimapfad festlegen und Maßnahmen setzen“, skizziert Ausschuss-Chef Gemeinderat Heinz Svehla den Weg zur treibhausgasfreien Zukunft.

Seit der Gemeinderatswahl 2020 wurde trotz Coronakrise der Weg planmäßig beschritten. Schon im September wurde der Istzustand von Energieeinsatz und Treibhausgasen (Klimabilanz) ermittelt.

Nun müssen Maßnahmen erarbeitet werden. Einzelmaßnahmen, die schon vorab eingeleitet wurden oder in Planung sind: regelmäßige Rubrik „Klimaschutz“ in der Gemeindezeitung, eine Plattform für Bürgerbeteiligungen, Arbeit an einer Gemeinde-Klimasenke, …

Einig ist man sich auch über die Dringlichkeit: „Weil wir die erste Generation sind, die die Folgen des Klimawandels spürt, und die letzte, die noch etwas dagegen tun kann.“