Sanierung der Mauterner Donaubrücke auf Schiene. In fünf Jahren könnte die Sanierung der Donaubrücke zwischen Krems-Stein und Mautern, die "Mauterner Donaubrücke" abgeschlossen sein. Ein relativ genauer Zeitplan der notwendigen Arbeiten ist Ergebnis eines "Brückengipfels".

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 14. Januar 2021 (14:42)
Die Donaubrücke zwischen Krems und Mautern bekommt für die Zeit der Sanierungsarbeiten eine "Schwester" zur Seite gestellt. 2024 soll die Behelfsbrücke stehen!
NÖN-Archiv/Johann Lechner

Die NÖN hatte mehrfach über die Bemühungen zur Rettung der historischen, das Landschaftbild prägenden Brücke, die aus dem Jahr 1895 stammt und unter Denkmalschutz steht, berichtet.

Generalsanierung unumgänglich

Zuletzt hatte man im Sommer die Neun-Tonnen-Beschränkung auf fünf Tonnen "heruntergeschraubt". Nicht aus Sicherheitsbedenken, wie man seitens des Landes immer wieder betont, sondern weil jedes schwere Fahrzeug, das das Bauwerk passiert, die Lebensdauer der Brücke verringert. Das Ergebnis des Gutachtens, das der NÖ Straßendienst in Auftrag gegeben hat, war ernüchternd: Eine umfassende Generalsanierung ist unumgänglich.

Informationen bei Brückengipfel

Nach einem "Brückengipfel" per Videokonferenz, an dem Vertreter der betroffenen Gemeinden, der Bezirkshauptmannschaft Krems, des Bundesdenkmalamtes, der Welterbe-Gemeinden, des Verkehrsverbundes Ost, der Einsatzorganisationen (Polizei, Feuerwehr), Tourismus-Verantwortliche sowie Vertreter Schifffahrtsbehörde und des NÖ Straßendienstes teilnahmen, wurde das Konzept erörtert und diskutiert.

Eingeflossen war bereits das Gutachten des Denkmalbeirates beim Bundeskanzleramt, welches Anfang Jänner 2021 fertiggestellt wurde. 

Umfangreiches Maßnahmenbündel

  • Das nunmehr akkordierte Sanierungskonzept sieht folgende Maßnahmen vor:
  • Errichtung einer temporären Behelfsbrücke mit zwei Fahrstreifen und einem kombinierten Geh- und Radweg, Beschränkung auf 5 Tonnen 
  • Ausschwimmen und Sanierung der bestehenden Tragwerke
  • Sanierung (kann nur unter Spannungsfreiheit möglich)
  • keine Verbreiterung der Fahrbahn (Denkmalschutz!)
  • Erneuerung der Fahrbahn und der darunterliegenden Tragwerkselemente
  • Sanierung der Bogentragwerke
  • Sanierung oder Erneuerung der Kastentragwerke (noch nicht fix)
  • Verbreiterung der beidseitigen Geh- und Radwege auf jeweils 2,5 Meter
  • Abbruch, Erneuerung und Erhöhung der Pfeiler
  • Einschwimmen der sanierten Tragwerke
  • Lastbeschränkung auf 16 Tonnen
  • Rückbau der temporären Behelfsbrücke

Sanierung soll 2026 fertig sein

Nun kann endlich mit der detaillierten technischen Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt und den Einreichplanungen begonnen werden. Anschließend werden sämtliche Genehmigungsverfahren (Bundesdenkmalamt, Weltkulturerbe, Wasserrecht, Naturschutz, Schifffahrt, etc.) abgewickelt. Bei optimalem Verlauf aller Vorarbeiten und Genehmigungen könnte 2023 mit dem Bau der Behelfsbrücke begonnen werden. Die Sanierungsarbeiten für die Donaubrücke selbst würden dann zwischen in den Jahren 2024 bis 2026 erfolgen.

"Erscheinungsbild bleibt erhalten!"

"Mit dieser Lösung kann einerseits die Verkehrssicherheit gewährleistet werden, und andererseits wird das Erscheinungsbild der denkmalgeschützten Brücke aus dem Jahr 1895 weitestgehend erhalten", heißt es seitens der Verantwortlichen auf Landesseite. "Außerdem kann auf die Dauer der Sanierungsarbeiten diese wichtige Verkehrsverbindung durch die temporäre Behelfsbrücke aufrecht erhalten bleiben.