Masterplan: Kremser Sportmeile als „Jahrhundertchance“. Zwei neue Sporthallen, Verkehrsanbindungen, eine Donaubühne, ein Hotel, ein Hochseilgarten. Der Masterplan für die Sport- und Freizeitmeile begeisterte.

Von Franz Aschauer. Erstellt am 26. März 2019 (06:11)
BUSarchitektur/boa
So könnte das Sportzentrum im Herzen der Sport- und Freizeitmeile aussehen.

Die Zukunftskonferenz stand heuer ganz im Zeichen der Sport- und Freizeitmeile. Wie berichtet, soll zwischen der Mauterner und St. Pöltner Brücke ein verbundenes Areal errichtet werden, das Einheimische und Gäste mit zahlreichen Attraktionen an die Donau lockt.

Johann Lechner
Karin Schwarz-Viechtbauer (Zweite von links), Geschäftsführerin des Österreichischen Instituts für Schul- und Sportstättenbau, sowie die renommierten Architekten Laura Spinadel und Bernd Pflüger (rechts) stellten den Masterplan für die Kremser Sport- und Freizeitmeile vor. Günter Kammerer, Leiter der städtischen Sport- und Freizeitbetriebe, Sportstadtrat Albert Kisling und Bürgermeister Reinhard Resch waren begeistert.

Die für die Erstellung eines Leitbildes beauftragten Architekten Laura Spinadel und Bernd Pflüger sowie Karin Schwarz-Viechtbauer vom Österreichischen Institut für Schul- und Sportstättenbau präsentierten rund hundert Zuhörern im Ferdinand-Dinstl-Saal ihren Masterplan.

Und der hat es wirklich in sich.

Kunstrasenfeld für Kicker und Anbindung über die B3

Herz der „Vision“ (noch lange kein Plan, wie Bürgermeister Reinhard Resch mehrmals betonte) ist ein Sportzentrum im Bereich der jetzigen Sporthalle, die eine neue Tribüne erhalten und eine zusätzliche Halle als Nachbarn bekommen soll. Eine in den Fluss gebaute Donaubühne ist als Veranstaltungsplattform vorgesehen. Zusätzlich zur neuen Badearena soll die Offizierslacke (hinter dem Minigolfplatz) zu einem Naturbad werden.

Ebenfalls vorgesehen: ein neuer Eislaufplatz und ein Kunstrasenfeld für die Fußballvereine. Über die B 3 soll das Zentrum der Sport- und Freizeitmeile nutzerfreundlich angebunden werden. Die Verbindung der Stadt mit dem neuen Areal schlägt das Planerteam schon in einer ersten Phase vor.

Mit dem Bereich Sportzentrum sind die Attraktionen der Sport- und Freizeitmeile noch lange nicht abgeschlossen. An der Austraße soll ein Hotel mit Wein- und Wellnessschwerpunkt Gäste zum längeren Bleiben in Krems animieren. Weiter östlich, beim Behördenhafen, sollen ein Hochseilgarten, ein Grillplatz, ein Baumpfad und ein Skaterpark entstehen. Zwei neue Beachvolleyballplätze sind für den Bundessportplatz vorgesehen. Jene drei im Freibad sollen dennoch bestehen bleiben.

Halle für „Jugendmarina“ mit Klettern und Kraftraum

Knapp vor der St. Pöltner Brücke schlägt das Architektenteam noch eine zweite neue Halle vor, die der Mittelpunkt einer „Jugendmarina“ sein soll. Die Sportarten Klettern, Billard, Judo und ein Kraftraum sollen darin integriert sein – Restaurant inklusive.

Realisierbar ist die Sport- und Freizeitmeile laut Spinadel in 10 bis 20 Jahren, wenngleich klar sei, dass das Geld nie reichen werde, um alle Träume zu realisieren. Stichwort Geld:

Die Frage, wie viel die Umsetzung der Sport- und Freizeitmeile kosten könnte, wurde nicht beantwortet. Sportstadtrat Albert Kisling sprach zu einem früheren Zeitpunkt aber von einem Bereich zwischen „50 und 300 Millionen Euro“. Er sieht die Meile als „Jahrhundertprojekt für Krems“, Bürgermeister Resch als „Jahrhundertchance“. Schwarz-Viechtbauer glaubt, dass Krems beispielgebend für das In- und Ausland werden könnte. Ihre volle Unterstützung für das Projekt sicherten die anwesenden Sportvereine zu.

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