Kremser Müllberg ist gewachsen. Im vergangenen Jahr wog der Kremser Abfall 13.733 Tonnen. Durchschnittlich hat jeder Bürger 562,4 Kilo Müll produziert, um 21 Kilo mehr als im Jahr davor.

Von Thomas Werth. Erstellt am 02. Februar 2017 (05:16)
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Symbolbild

Ist der Abfallberg 2015 in Krems kleiner geworden, so hat er im Vorjahr wieder ordentlich zugelegt. 13.733 Tonnen war der gesamte Kremser Müll schwer, um 700 Tonnen mehr als noch 2015. Damit ist auch die Menge an Abfall gestiegen, die jeder Kremser im Schnitt vergangenes Jahr produzierte: von 541,1 auf 562,4 Kilogramm.

NOEN

Die gewichtsmäßig höchsten Anstiege gab es 2016 beim Biomüll (plus 252 Tonnen) und beim Grünschnitt (plus 165 Tonnen), aber auch bei Baurestmassen (plus 85 Tonnen) sowie Restmüll und Sperrholz (jeweils plus 55 Tonnen) gab es Zuwächse.

Prozentuell am höchsten gestiegen sind Metalltabs von Kaffeemaschinen (plus 29,3 Prozent). Nennenswerte Rückgänge gab es nur bei Altpapier (minus 11 Tonnen) und Problemstoffen (minus 9 Tonnen).

„Es kommt öfters vor, dass Möbel, Elektroaltgeräte oder gar Restmüll in die Altstofftonnen geworfen werden.“

Martina Gärtner, Kremser Abfallwirtschaft

Mit der Mülltrennungsmoral ist Martina Gärtner von der Kremser Abfallwirtschaft nicht unzufrieden: „Prinzipiell wird wirklich genau getrennt. In Wohnhausanlagen kommt es manchmal zu weniger gutem Trennverhalten – hier setzen wir mit Aufklärungspostern in den Müllräumen oder mit direkten Briefen an die Mieter an.“

Weniger zufrieden ist sie mit illegalen Ablagerungen bei den 150 Müllinseln in der Stadt: „Es kommt öfters vor, dass Möbel, Elektroaltgeräte oder gar Restmüll in die Altstofftonnen geworfen oder daneben abgelagert werden. Auch in den öffentlichen Abfallkörben wird hin und wieder ein Restmüllsack entsorgt. Hier kann man nur auf die Mithilfe der Bevölkerung setzen, um diese Müllsünder zu erwischen“, betont Gärtner. Denn für Ablagerungen dieser Art sind Verwaltungsstrafen von bis zu 2.200 Euro möglich.

Neben den Umweltinseln und dem Altstoffsammelzentrum gibt es 119 Sammelstellen, 1.331 Sammelbehälter für Verpackungsabfälle und Altpapier, 5.512 Restmülltonnen und 3.652 Biotonnen. Für den Grünschnitt stehen den Kremsern insgesamt sechs Container im Stadtgebiet zur Verfügung.

92 Prozent des Kremser Mülls werden übrigens verwertet: Der Großteil thermisch (Rest- und Sperrmüll, 31,6 Prozent), rund ein Viertel kann kompostiert werden (Biomüll und Grünschnitt). Gärtner: „Gefährliche Abfälle und deponiepflichtiger Bauschutt, die nicht verwertet werden können, werden gemäß den gesetzlichen Anforderungen weiterbehandelt.“