NÖN-Leopold für Opernsängerin Daniela Fally: „Eine ganz große Ehre“

Seit Jahren gehört die gebürtige Pottensteinerin Daniela Fally zu Österreichs begehrtesten Opernsängerinnen. Sie wurde mit dem NÖN-Leopold in der Kategorie "Kultur" ausgezeichnet.

Erstellt am 17. November 2021 | 04:31
Opernsängerin Daniela Fally mit dem NÖN-Leopold ausgezeichnet.
Berndorfs Kulturstadträtin Helga Hejduk, Preisträgerin Daniela Fally, Michaela Fleck-Regenfelder und Daniel Lohninger nach der Leopold-Verleihung in der Sparte Kultur im Berndorfer Stadttheater.
 
Foto: Erich Marschik

Große Freude bei der Pottensteiner Opernsängerin Daniela Fally. Im Stadttheater Berndorf, wo sie bei Intendant Felix Dvorak einst ihre Bühnenanfänge hatte, überreichten ihr NÖN-Chefredakteur Daniel Lohninger und Kulturchefin Michaela Fleck-Regenfelder den NÖN-Leopold in der Kategorie Kultur.

Der international gefragte Opernstar, der erst im Juni mit dem Ehrentitel Kammersängerin ausgezeichnet wurde, war überwältigt: „Es ist eine ganz große Ehre und riesige Freude. Der Leopold wird mir ein Auftrag sein und ich hoffe, dass mich der liebe Gott weiter auf dem richtigen Weg führen wird.“

„Ich hab mit 15 meine ersten Schritte ins Stadttheater gesetzt. Meine erste Rolle hab ich ein Jahr später gespielt“  Opernsängerin Daniela Fally

Kleine Anekdote: Der heilige Leopold hat für Daniela Fally eine besondere Bedeutung, weil ihre Mutter am 15. November Geburtstag hat.

Mit dem Stadttheater Berndorf verbindet der Opernstar etwas Besonderes: „Ich hab mit 15 meine ersten Schritte ins Stadttheater gesetzt, damals noch unter Felix Dvorak. Meine erste Rolle hab ich ein Jahr später gespielt“, weiß sie.

Mit Herz und Charme hat sie nach Berndorf weiter auf den Bühnen von Baden und Mödling gesungen, später auf der Opernbühne im Klosterneuburger Kaiserhof. Fally ist aber auch schon in Salzburg und München, Grafenegg und Mailand, Cleveland und Dubai aufgetreten. Seit der Saison 2010 gehört sie zum Ensemble der Wiener Staatsoper. Ihr Repertoire reicht von Beethoven bis Bernstein, Bizet bis Bellini, Gluck bis Rossini oder Mozart bis Massenet. Ihre Auftritte bescheren ihr verlässlich hymnische Kritiken.

Heuer wurde der 41-Jährigen zudem der Berufstitel Kammersängerin verliehen. Und bei den Herbsttagen Blindenmarkt gab die Opernsängerin mit der Inszenierung der Johann-Strauss-Operette „Wiener Blut“ ihr viel umjubeltes Regiedebüt. Ihr Wissen möchte sie jetzt auch dem Nachwuchs zukommen lassen. Mit 1. Oktober wurde Fally zur Universitätsprofessorin für Gesang (Institut für Gesang und Musiktheater) an die MDW – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien – berufen. 

Doch bei allen Erfolgen hat Fally nie auf ihre Wurzeln vergessen: „Hier bin ich zuhause, hier fühle ich mich wohl“, beschreibt Fally ihre Verbundenheit mit dem schmucken Stadttheater in Berndorf. Und so kehrt sie auch immer wieder auf diese Bühne zurück: „Nächstes Jahr gibt’s wieder ganz etwas Neues, für junge Leute. Kultur muss gefühlt werden, gespürt. Im April starten wir mit Klassik im Stadttheater, und mit einer ‚Zauberflöte‘ von Andy Hallwaxx, mit der Musikschule im Orchestergraben und Talenten und Profis auf der Bühne. Da werden Andy und ich die Eltern geben.“

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