NÖN-Leopold für Olympiasiegerin Anna Kiesenhofer

Rad-Ass Anna Kiesenhofer räumt weiter ab. Die Olympiasiegerin aus Niederkreuzstetten (Bezirk Mistelbach) wurde mit dem NÖN-Leopold in der Kategorie "Sport" ausgezeichnet.

Erstellt am 17. November 2021 | 04:29

Am Ende des Jahres war Anna Kiesenhofer fast mehr in eleganter Abendbekleidung denn im sportlichen Raddress zu sehen. Die 30-jährige Sensations-Olympiasiegerin wurde heuer nicht nur zu Österreichs Sportlerin des Jahres gewählt, sondern räumte auch den Sport-Leopold ab. Und das völlig verdient.

Bis zum 25. Juli war Anna Kiesenhofer nur absoluten Radsport-Insidern ein Begriff. An diesem Sonntag holte die Niederkreuzstettnerin (Bezirk Mistelbach) in Tokio zum großen Wurf aus. Beim olympischen Straßenrennen der Frauen attackierte sie nach wenigen Metern, riss aus dem Hauptfeld aus und rettete einen Vorsprung ins Ziel. Dass die unbekannte Amateursportlerin und promovierte Mathematikerin von den Profiradlerinnen nicht mehr einzuholen war, gilt als eine der größten Sensationen der Olympia-Geschichte.

Nach ihrer Triumphfahrt von Tokio prasselte unglaublich viel auf die Zeitfahrspezialisten aus dem Weinviertel ein. Doch ließ sie sich davon nicht beirren und zeigte erst vor Kurzem, dass sie auch zu den stärksten Spezialist innen im Kampf gegen die Uhr zählt.

Denn beim prestigeträchtigen „Chrono des Nations“ in Frankreich sorgte die Niederkreuzstettnerin mit Rang zwei für das erste rot-weiß-rote Podium in der Geschichte. Jetzt ist die Saison vorbei, aber der Blick geht schon ins Jahr 2022. Da finden zwar keine Olympischen Sommerspiele statt, aber beispielsweise die 89. UCI Straßen-Weltmeisterschaften in der australischen Stadt Wollongong.

Ganz hat sich die 30-Jährige an ihre Prominenz noch nicht gewöhnt: „In Summe waren die Veränderungen durchaus positiv. Es gab aber Momente, in denen ich mich fragte, warum ich mir das antue. Es zwingt mich ja niemand dazu, im Rampenlicht zu stehen.“

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