Autobahn ist große historische Chance. Das Verkehrswesen führt im Waldviertel seit vielen Jahrzehnten ein sehr dürftiges Dasein. So gibt es in der Region keine einzige Straße mit Autobahnanschluss.

Erstellt am 26. Juli 2018 (14:06)

Ein Hintergrund, dass sich in diesem idyllischen Landesteil seit Jahren kein größeres Unternehmen niederließ, was zu einer riesigen Abwanderung führte. Die vor rund 100 Tagen neu angetretene NÖ-Landesregierung, in der unter Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner ÖVP, SPÖ und FPÖ zusammenarbeiten, brachte Niederösterreich ein neues politisches Klima, das überraschenderweise auch dem Waldviertel zu Gute kommen soll. Die Erkenntnis von Mikl-Leitner, dass in diesem Landesteil offenbar „ein ganzer Lebensraum“ ohne leistungsfähiger Verkehrsverbindung ist, führte nämlich zum Plan der Errichtung einer Ost-West-Autobahn im oberen Waldviertel, welche als „Europaspange“ die Region mit den EU-Nachbarn Tschechien, Slowakei und Deutschland verbinden soll. Maßgabe dafür sind rationelle Anbindungen der Orte des oberen und mittleren Waldviertels an die neue, mehrfachfunktionelle Straße, die zusätzlich auch noch zahlreiche Regionen und Länder mit dem nördlichen Landesteil Niederösterreichs verbinden wird.

Der Großteil der Bevölkerung ist, wie der Parlamentarier Maurice Androsch (SPÖ) aus Groß Siegharts, davon überzeugt, dass die hochkarätige Europaspange „eine große historische Chance“ für die Region ist. Mit dem Bau dieser komplexen Straße im Norden muss auch der dringend notwendige Ausbau der Zufahrten zur A1 im südlichen Raum erfolgen. Gegen die „vernetzende Europaspange“ sträuben sich lediglich die GRÜNEN, die anscheinend an einer wirtschaftlichen Zukunft des Waldviertels nicht interessiert sind und mit der Abwanderung und Ausdünnung der Region kein Problem haben.

Siegfried Pöll, Zwettl (wege-wald-wetter.webmode.at)
Zu unseren Berichten über die Europaspange erhielten wir folgenden Leserbrief aus Zwettl