Leserbriefe: „Radfahrer-Falle“ sorgt für Debatten

Zur Häufung der Radfahrer-Unfälle an der Kreuzung Ringstraße/Gartenaugasse in Krems:

Die Stellungnahme des Magistrats zeugt von Unkenntnis. Wenn es auf einem kilometerlangen Radwegenetz zu einer derartigen Häufung an einer Stelle kommt, sollten sich die Verantwortlichen vielleicht Gedanken machen.

Dort kommt es immer wieder vor, dass bei „Rot“ wartende Fußgänger unvermittelt den Radweg betreten. Um einen Zusammenstoß zu vermeiden, sind Radfahrer abrupt gezwungen, auf die Hauptfahrbahn auszuweichen. Da der weitere Verlauf des Radwegs von diesen Personen verdeckt wird, kann die Gefahrenstelle von Radfahrern nicht rechtzeitig erkannt werden. Durch die Verweigerung der einfachen Maßnahme einer Abschrägung sind auch weiterhin Unfälle programmiert.

Zum Argument der Geschwindigkeitsanpassung: Bei einem der Verunfallten handelte es sich um einen 75-jährigen (!) „Raser“ auf einem 39 Jahre alten Damenfahrrad. Die beabsichtigte Klagseinbringung durch einen der Verunfallten ist im Sinn der Verkehrssicherheit absolut zu begrüßen.

Karl Steiner , Krems

Das Thema Radfahren ist sehr umfangreich und kann nicht nur auf ein Ziel fokussiert sein. Für mich gehören diese Verkehrsteilnehmer zur „kritischen Masse“, da sie das Umweltbewusstsein über alle anderen Konventionen stellen.

Ich sehe tagtäglich Radfahrer, welche gegen die Einbahn fahren, den Gehsteig benützen, den Zebrastreifen befahren, in der Fußgängerzone das Fahrverbot ignorieren, …

Eine Interessenvertretung wie die Radlobby sollte ihre Aufgaben auch darin sehen, diesbezüglich Aufklärung zu leisten. Das Image der Pedalritter wird nicht alleine durch das Bekenntnis zum Umweltschutz verbessert.

Peter Straker, Krems

Auch ich bin auf dem neuen Radweg schon fast zu Sturz gekommen – und zwar beim Café Wilhelm, wo er verschwenkt wird, damit er mehr Abstand zu aufgehenden Autotüren bekommt (sehr gut!). Allerdings sind die liebevollen Gärtnerarbeiten in einem tieferen, weichen Beet, sodass Radfahrer, die dort versehentlich hineingeraten, unweigerlich zu Sturz kommen. Ich würde meinen – ähnlich wie bei Straßenbanketten –, die Erdschicht müsste sich auf gleichem Niveau wie der Radweg befinden.

Leo Faltus, Krems