Ärztliches „Know-how“ nicht wie Schachfiguren verlagern. Ärztliches „Know-how“ lässt sich nicht wie Schachfiguren von einem Ort zum anderen verlagern.

Erstellt am 14. Mai 2019 (14:11)

Wenn unsere Herzstation weg ist und die in Zwettl wegen fehlender Erfahrung lange nicht funktioniert – was dann? „Sparkurs scharf“ auf dem Rücken der Patienten! Was soll ein Titel „Universitätsklinikum“, wenn man die Fachexpertise wegverlagert?

Bereits jetzt überleben manche Herzpatienten die zehn bis 14 Wochen Wartezeit für eine Herzkatheteruntersuchung nicht! Auch meine Frau wurde nach einem Herzanfall zuerst mal nach Hause geschickt und sollte Wochen später zur Herzkatheteruntersuchung kommen. Einige Tage später kam der nächste Anfall, und nur dem Umstand, dass ihr damals sofort ein Stent gesetzt wurde, verdankt sie ihr Leben. Aussage der Ärztin: „Sie hätte keine Woche mehr gelebt!“ Deswegen habe ich im Interesse aller Kremser diese still und heimlich geplante Verlagerung im Gemeinderat thematisiert. Danke an alle Gemeinderäte, dass wir diesen Dringlichkeitsantrag zusammen eingebracht und einstimmig beschlossen haben.

Für 2014 hat man den Ausbau des Kremser Spitals zugesagt. Jetzt kommt er frühestens 2026. Will man Krems beim neuen Angiografie-Gerät jetzt auch links liegen lassen? Der technische Zustand von Lüftung und Feuermeldern hat sich nach dem Brand Anfang 2019 als absolut veraltet herausgestellt. Vor wenigen Jahren bestand die Gefahr, dass Balkonbrüstungen abstürzen. Das Land sollte auch in Krems Geld für die Patientenversorgung einsetzen und endlich das Versprechen zum Ausbau, des von der Stadt geschenkten Spitals einhalten!

Mag. Wolfgang Mahrer, KLS- Gemeinderat Krems-Egelsee

Zum Bericht über die drohende Abwanderung der Kardiologieabteilung des Kremser Klinikums nach Zwettl