„Anrainern steht Lärmhölle bevor“. Der zweigleisige Ausbau der Strecke zwischen Tulln und Bahnhof Tullnerfeld bedeutet eine künftig enorme Steigerung des Güterverkehrs mitten durch die Stadt Tulln und damit eine dramatische Zunahme des Lärms.

Erstellt am 24. Juli 2019 (14:08)

Heute leitet die ÖBB bereits eine große Anzahl technisch veralteter und lauter Güterzüge von der Westbahnstrecke über die Franz-Josefs-Bahn in Richtung Wien. Die Lärmbelastung für Anrainer ist jetzt bereits enorm und die von der ÖBB definierten Grenzwerte werden gerade noch eingehalten – diese liegen allerdings über dem hundertfachen der von der Weltgesundheitsorganisation empfohlenen Grenzwerte. Heute werden kaum noch Güterverkehrsverbindungen durch Wohngebiete ausgebaut, sondern Umfahrungswege außerhalb der Städte angelegt.

Dass sich ein Bürgermeister mit fadenscheinigen Argumenten der Verbesserung der Pendlerverbindung dem politischen Druck leichtfertig unterwirft, die Interessen der Bevölkerung ignoriert und damit eine Stadt in eine Lärmhölle verwandeln lässt, ist mehr als bedenklich.“

Franz Bazanella, Tulln

Betrifft: „Stadt und Land für zweites Gleis“ vom 17. 7. 2019