Bad Vöslauer Hotel Stefanie hat neuen Eigentümer

Erstellt am 08. Juli 2022 | 04:48
Lesezeit: 2 Min
Peter Selb über den Verkauf des Hotels Stefanie.

„Gespräch suchen“

Das Hotel Stefanie hat einen neuen Eigentümer, was Realisten und Kenner der Vorbesitzer nicht überraschen darf. Aber: Der aus dem Jahr 1896 stammende bauliche Altbestand des Hauses ist optisch neben dem Thermalbad und der Villa Pereira (Café Thermal) ein dominierendes Element am Badplatz (Rudolf Frimmel-Platz) und müsste eigentlich unter Denkmalschutz stehen. Ist das so? Wenn nicht, sollte das die Gemeinde dringend anstreben.

In weiterer Folge läge es an der Gemeindeführung, es nicht nur bei dem angeblich bereits stattgefundenen kurzen Gespräch mit dem neuen Eigentümer zu belassen, der vermutlich den Hotelgarten, der an das Kurzentrum grenzt, großteils verbauen will. Bei gutem Willen von beiden Seiten könnte vielleicht etwas dabei herauskommen, mit dem alle gut leben können, etwas, von dem das Stadtbild zumindest nicht allzu negativ beeinträchtigt wird.

Warum diese Zeilen? In den vergangenen Jahren beschlich nicht nur mich das Gefühl, dass die Stadtgemeinde Bad Vöslau oft lange zugewartet hat, wenn damit zu rechnen war, dass ein Bauträger etwas Größeres errichten will. Meistens erfuhr die Bevölkerung erst davon, wenn ein Projekt, gegen das man schwer etwas machen konnte, eingereicht war. Dann stiegen Privatinitiativen auf die Barrikaden, unterstützt von den Grünen, die Wogen gingen hoch, aber der „Zug war abgefahren“. Dem sollte vorgebeugt werden und da muss man reden, reden und nochmals reden, versuchen, Player betreffend Hotel Stefanie zu werden. Klar hängt das vom neuen Besitzer ab. Aber man sollte das Gespräch suchen.

Apropos: Da fällt mir das Wahrzeichen von der anderen Badplatz-Seite ein. Was ist mit der Villa Pereira, dem ehemaligen Café Thermalbad, dessen Besitzerwechsel von der Gemeinde so „glanzvoll“ gemanagt wurde? Steht leer, Bausubstanz wird nicht besser. Man hört schon lange nichts, weder von der Gemeinde, noch vom Eigentümer „Vöslauer“.

Peter Selb, Bad Vöslau