Die öffentliche Hand muss Vorbild sein. Zur Berichterstattung über die jüngste Hollabrunner Gemeinderatssitzung:

Erstellt am 29. Dezember 2020 (10:19)

Wenn Corona im Rückblick etwas Gutes gehabt hat, dann hoffentlich ein Umdenken der Gesellschaft auf mehr Solidarität, Empathie und auch etwas Zurückhaltung im Konsumwahn. Der Bürgermeister und Wirtschaftskammer-Obmann Babinsky spricht in seinem Statement die Regionalität an. Schon viele versuchen, regional zu kaufen, um nicht nur Betriebe zu stärken und Arbeitsplätze im Bezirk zu halten, sie leisten damit auch einen Beitrag zum Umweltschutz. Weniger oft woanders zu kaufen, verringert nicht nur den Verkehr und damit den Anteil an schädlichen Abgasen, es hilft uns auch beim Kampf gegen den Klimawandel.

So weit gehe ich mit Alfred auch d’accord. Mir unverständlich ist deshalb der Ankauf von Mund-Nasen-Schutz-Masken von der Stadtgemeinde Hollabrunn in der Slowakei.

Von der Bevölkerung Regionalität einzufordern, setzt eine Vorbildwirkung vor allem vonseiten der öffentlichen Hand und insbesondere vonseiten der Wirtschaft voraus. Gerade in diesem Fall hätte es eine Möglichkeit zum Kauf in Hollabrunn gegeben. Es gibt ein Projekt vom AMS – das Frauenbeschäftigungsprojekt LUNA –, welches diese Masken ebenfalls anbietet und wo die Wirtschaftskammer sogar mit im Boot ist.

Günter Schieder