Dosen, Flaschen, Plastik – das macht alles nichts?. Erstens ist der Hundekot nach einem Regentag weg und zweitens das Plastik, die Papiertaschentücher, Dosen, Flaschen, Bauschutt, Essensreste samt Verpackung, das macht alles nichts?

Erstellt am 09. Juli 2019 (10:36)

Ich kann nicht verstehen, dass Menschen wie ein Herr Fidler, der selbst Jäger ist [...], so eine Scheuklappen-Sicht auf dieses Thema hat. [...] Hund ist nicht gleich Wolf, das ist eine Verallgemeinerung, die nachweislich nicht stimmt.

Ich besitze seit 13 Jahren Hunde, Collies, das sind Hütehunde und keine Jagdhunde. Was kann der Hund dafür, egal welche Rasse, wenn er nicht ordentlich erzogen ist? Meine Hunde, sowie viele andere auch, reißen kein Wild. Sie jagen es nicht, sie gehen nicht streunen, sie sind abrufbar.

Warum soll jeder, natürlich außer dem Revierbesitzer bzw. Jäger, seinen Hund oder Hunde an der Leine führen? Auch Jagdhunde folgen nicht perfekt und sind nicht immer abrufbar, das habe ich selbst mehrmals beobachtet. [...]

Ist es uns normalen Menschen, d.h. Nicht-Jägern, nun auch nicht mehr erlaubt, mit einer Stirnlampe durch den Wald zu gehen? Ich bin der Meinung, dass der Wald als Erholungsraum allen Menschen gehört, und nicht nur einer bestimmten Gruppe. Und wenn es dämmert, setze ich mir logischerweise eine Stirnlampe auf.

Denn diese stört das Wild nicht. Das kann mir niemand erzählen. Und dass Hunde immer und überall an der Leine gehen sollten, löst meiner Meinung nach nicht das Problem mit den wenigen Hunden, die nicht erzogen, nicht abrufbar und aggressiv sind.

Normale Hunde mit einer guten Bindung zum Besitzer gehen von sich aus nie mehr als 150 bis 250 Meter vom Besitzer weg. Normale Hunde laufen nicht in den Wald und stöbern Wild auf, um es zu jagen und zu fressen. Das sind Schauermärchen, mit denen eine bestimmte Berufsgruppe ihre Forderungen bezüglich Leinenpflicht durchsetzt.

Genauso weit hergeholt wie die ganzen Geschichten um den wieder in Österreich angesiedelten Wolf, der ist ja auch so gefährlich, die Menschen haben vor ihm Angst, er reißt zuviel Wild und Nutztiere. Das ist doch alles frei erfunden, nur um den Wolf schießen zu dürfen. Wolf, Bär, Luchs, Wildkatze – die haben in unseren Wäldern einfach nichts verloren, das ist die Meinung einer bestimmten Berufsgruppe, denn der Wald und das Wild gehört nur uns.

Was der Mensch allerdings für Müll und Dreck hinterlässt, das ist egal. Das der Mensch das größte Raubtier auf diesem Planeten ist, der alles ausrottet und zerstört, ist auch egal. Wichtig ist, man findet einen Schuldigen. Und das ist immer und überall der Hund, nie der Mensch.“

Marion Schober,

Mitterndorf an der Fischa