Erlkönig trifft Corona – eine Fiktion.

Erstellt am 21. März 2020 (12:31)

Wer eilet so spät durch Nacht und Wind,

Coronaviren sind’s  - höllisch geschwind.

Sie haben die Menschen ganz fest im Arm,

mit immer riesiger werdendem Schwarm.

 

Die Menschheit sie schreit mit verzerrtem Gesicht,

hinweg, warum verschwindet ihr nicht?

Coronaviren mit Fieber und Schweiß,

die Menschheit wird krank und vielen wird heiß!

 

Wir sind beauftragt jetzt allhier,

die Welt zu befreien von der menschlichen Gier.

Manch‘ bunte Blumen sind schon am Strand,

und friedlich wird’s wieder zu Wasser und Land.

 

Corona, Corona so höret ihr nicht,

die Menschheit, die Besserung endlich verspricht!

Seid ruhig ihr Menschen, wir sind doch nicht blind,

eure Versprechen sind wie Blätter im Wind.

 

Drum müsst ihr zusammen jetzt mit uns geh’n,

und die Zeit wird von euch die Reste verweh’n.

Ins Jenseits geht ihr alle jetzt ein,

und Friede auf Erden wird’s endlich dann sein.

 

O nein, Corona wir wollen nicht fort,

das Jenseits ist gar ein düsterer Ort.

Ihr Menschen ihr, wir seh’n es genau,

die Welt mit euch wird nur schrecklich und grau.

 

Die Natur liebt nicht mehr eure Gestalt,

und darum braucht es uns‘re Gewalt!

Corona, Corona tut uns das nicht an,

wir wollen uns bessern und fangen gleich an.

 

Doch Corona, sie glaubt nicht und eilet geschwind,

verteilt ihre Viren so schnell wie der Wind.

Die Menschheit erleidet viel Krankheit und Not,

und am Ende da waren sie doch mausetot.

 

Charles Elkins
Sehr frei nach Johann Wolfgang von Goethe