Gedanken zu Corona. „Es wird nichts mehr so sein, wie es vor Corona war.“ Diese Aussage höre und lese ich seit einigen Tagen. Auch ich denke, ja – Vieles wird sich wandeln. Wie und was alles, das wissen wir nicht. Cool bleiben und Ruhe bewahren – so ermahne ich mich selbst.

Erstellt am 23. März 2020 (09:37)

Wird wirklich nichts mehr so sein, wie es vor Corona gewesen ist? Ich blicke aus meinem Fenster und sehe einen blühenden Magnolienbaum. Auch er wird schwere Zeiten erleben, denn Nachtfrost wird vorausgesagt. Ich beobachte die Wunder der Natur und sehe die feinen hellgrünen Knospen an Sträuchern und Bäumen. Ich rieche den Duft der Blumen, betrachte das Blau der Veilchen und erfreue mich an den gelb blühenden Primelstöcken zwischen den Rasenbüscheln. Auch der Maulwurf ist wieder aktiv und hebt seine Hügel aus – unbeeindruckt, wie alle Jahre wieder. Und die Amsel singt wieder ihre Lieder am Morgen und in den Abendstunden. Emsiges Vogelgezwitscher begleitet mich bei meinen Gedanken über Corona. „Wohin gehen wir? Immer nach Hause.“ Dieser Spruch begleitet mich nun schon seit Jahrzehnten. Nachdenken und die kleinen Wunder im Alltag erkennen – Abstand ist die neue Haltung, nicht nur bei menschlichen Begegnungen.

Helga Ecker, Neulengbach