„Gelb- und was jetzt?“

Erstellt am 24. Jänner 2023 | 12:16
Lesezeit: 2 Min
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Per 1. Jänner wurde die Müllverordnung niederösterreichweit geändert.
Foto: Grabler
„Und schon wieder gibt mir unsere Stadtverwaltung Rätsel auf! Diesmal sind es kleine, aber solche, die nerven!

Ich spreche hier von der neuen Mülltrennungs- oder besser gesagt Müllzusammenlegungsverordnung, die seit 1. Jänner gültig ist. Seither kommt nun alles zusammen, was bis dato getrennt war: Plastik aller Art, PET Flaschen, Styropor, Tetrapack, und Metall. Das klingt zunächst verlockend, hat aber für einen Klosterneuburger Haushalt durchaus seine täglichen Tücken, da uns dazu das geeignete Behältnis fehlt.

Am Land hat man ja dafür weitestgehend gelbe Säcke seit eh und je großzügig verteilt, jedoch wir hier in Klosterneuburg haben eigentlich nichts. Abgesehen davon, dass man am Land in die gelben Säcke bis dato auch kein Metall gegeben hat – was ja bekanntlich Plastik leicht zerschneidet und dadurch diese leicht schwer beschädigt und funktionsuntüchtig gemacht werden können – haben wir überhaupt keine Behältnisse von der Gemeinde dafür angeboten bekommen. Außerdem eignen sich gelbe Säcke für Hausbesitzer nicht notwendigerweise als idealer Müllsammelgegenstand im Freien, wo sie Wind und Wetter ausgesetzt sind. Daher wäre wohl das Anbieten einer gelben Mülltonne mehr als angebracht.

Dann kommt schon das nächste Problem, denn eine solche ist im gegenwärtigen Müllabholsystem nicht vorgesehen, weder von der Organisation noch von den Kosten her. Praktisch überlegt, würde diese gelbe Tonne allerdings schneller voll werden als die jetzige, alle 14 Tage abgeholte, Restmülltonne. Das heißt, sie müsste idealerweise wöchentlich abgeholt werden und die Restmülltonne vielleicht in einem drei wöchigen Abstand?

Was soll ich noch aufzählen? Schlussfolgernd kann ich nur sagen: Unsere Gemeindeväter haben sich wohl bei der Einführung der neuen Müllverordnung nicht viel gedacht.“

Alice Schiffmann, 3400 Klosterneuburg

Die in der NÖN abgedruckten Leserbriefe spiegeln nicht die Meinung der Redaktion wider.