„Keine Maximierung der Gästezahlen!“. Als aufmerksamer, langjähriger Leser Ihrer von mir sehr geschätzten Zeitung war ich bitter enttäuscht und persönlich betroffen vom letzten Artikel Ihres Herrn Grabner betreffend des Ausbaus des bestehenden Parkplatzes bei der Lift-Talstation.

Erstellt am 15. September 2019 (09:05)

Man erkennt bei dem Artikel, dass sich Herr Grabner mit den wirklichen Problemen rund um die Errichtung bzw. die Erweiterung unseres bestehenden Liftparkplatzes leider gar nicht näher beschäftigt oder informiert hat. Herr Grabner hat die einfachsten Regeln eines Redakteurs nicht eingehalten, die da heißen: „Check und Recheck“. Die Erweiterung des Parkplatzes dient nicht zur Maximierung von Gästezahlen für Luft und Gastronomie, sondern soll die Verkehrsspitzen an Wochenenden, Spitzentagen bzw. Sonntagen abfedern. Die neuen Wintersportarten wie Skiwandern und Tourenskigehen bzw. Schneeschuhwandern haben zur Folge, dass viele dieser Gäste schon in den frühen Morgenstunden meistens vor Liftbeginn anreisen.

Wenn mit Liftbeginn dann die Alpinskifahrer ankommen, steht oft nur mehr ein kleiner Teil des Parkplatzes zur Verfügung. Alle Gäste, die später als zehn Uhr am Vormittag kommen, finden oft keinen Parkplatz mehr vor. Dies hat zur Folge, dass Autofahrer, die einen Parkplatz suchen, sehr oft wieder in den Ort hinunterfahren, damit natürlich einen Gegenverkehr bilden, um dann mit Kind und Kegel und den schweren Skischuhen mehr als einen Kilometer zur Talstation marschieren müssen. Einfach unzumutbar und gästefeindlich!

Nun zur Rodung des circa 1,2 Hektar großen Waldgrundstückes. Es wurden selbstverständlich alle behördlichen Auflagen eingehalten. Wer den bestehenden Parkplatz kennt, weiß, dass die Liftgesellschaft diesen wie eine Parkanlage angelegt hat, ausgestattet mit Laubbäumen und großen Grünflächen. Zur Information: Seit den letzten 80 Jahren hat Mönichkirchen 160 Hektar Waldfläche dazugewonnen. Große Almflächen wie die Kogelheide, die Pfarrpfründe, Almflächen auf der Mönichkirchner Schwaig sowie aufgelassene Landwirtschaften etc. wurden in den letzten Jahrzehnten aufgeforstet.

Zusätzlich zu diesen 160 Hektar hat die Gemeindeverwaltung in den 50er Jahren den sogenannten Grenzhof mit 63 Hektar aufgeforstet. Sie müssen wissen, dass einige Familien und Personen der sogenannten Bürgerbewegung und jetzigen Gegnern auf von der Gemeinde gekauften und gerodeten Waldgrundstücken, die dann in Bauland umgewidmet wurden, ihre Häuser errichtet haben. Da gab es keinen Protest. Hier wird im Deckmäntelchen der „Grünen“ mit zweierlei Maß gemessen.

Franz Stern, Bürgermeister a. D.,

Betrifft: „Parkplatz-Neubau ist beschlossene Sache“, NÖN Neunkirchen, Ausgabe 36/2019.