Kritik an Erwin Krammer: Der Erfolgsdruck ist enorm. Franz Aschauer hat die Stimmung in der ÖVP gut zusammengefasst.

Update am 29. Dezember 2020 (16:01)

Der Erfolgsdruck ist enorm. Aber auf welche Erfolge soll die ÖVP sich berufen? Auf das jahrzehntelange finanzielle Ausbluten der Stadt (160 Mio. Euro Schulden), Skandale ohne Zahl, Freunderlwirtschaft und Fernhalten der Opposition von Informationen? Allmachtsstreben ist und war immer das Leitmotiv der Schwarzen.

Als am 12. Mai 1933 der Kremser NSDAP Bürgermeister Rohrhofer zurücktrat und der Sozialdemokrat Karl Suppanz gewählt wurde, erklärt der schwarze Vize Johann Ramböck, dass seine Fraktion „unter einem marxistischen Bürgermeister“ nicht arbeiten werde. Unter Bürgermeister Franz Wilhelm wurde mit einem extrem rechten Bürgerblock (Wahlgemeinschaft) nach in den Anhängern des Dritten Reichs gefischt. Die Landesschwarzen sahen es 2012 als Majestätsbeleidigung, dass Krems die ÖVP-Dominanz abschüttelte und strafen seitdem Krems mit der Verschiebung des für 2014 versprochenen Krankenhausneubaus auf unbestimmte Zeit, kein 4-spuriger S5-Ausbau bis Krems, keine Elektrifizierung der Bahn nach St. Pölten usw.

Wenn es die letzen Jahre viel demokratische Zusammenarbeit in Krems gab, mit dem Erfolg des Schuldenabbaus von über 70 Mio. Euro und der gemeinsamen Vorbereitung von Großprojekten (Hallenbad, Ringstraßensanierung) hat das unserer Stadt gut getan. Für die Profilierungssucht einer einzelnen Partei oder Person war da weniger Platz als für sachliche Mitarbeit.

Wolfgang Mahrer, Gemeinderat der KLS, Krems-Egelsee

Zum Bericht „ ÖVP: Kritik an Krammer wird lauter “.