Menschen schaden auch sich selbst.

Erstellt am 14. Oktober 2020 (15:50)

Als Kriegskind, das in den ersten Nachkriegsjahren der Großmutter bereits im Morgengrauen – um ja die Ersten zu sein – die wenigen, über Nacht abgefallenen, Mostbirnen aufsammeln half, spricht mir der Beitrag über das viele ungenützte Obst aus der Seele. Als mittlerweile altersweiser Biologe kann ich den Schreiber allerdings beruhigen, als er einen von der Natur durchaus gewollten Vorgang beschreibt. Können doch die Bäume ihrem für alle Lebewesen obersten Gebot der Erhaltung der Art ohne Störung durch den Menschen nachgehen, damit unzähligen anderen Lebewesen überlebensnotwendige Nahrungsquellen bieten und den Kreislauf der Natur aufrechterhalten. Einige der im Überfluss lebenden Menschen schaden daher nicht der Natur, sondern sich selbst.

Peter Fischer-Colbrie, Scheibbs, zum Spaziergänger „Erntezeit – Freude hält sich in Grenzen“ in der NÖN 41/2020.