Milliarden an Corona-Maßnahmen. Was kommt danach, oder wie die Milliarden wieder zurück sprudeln?

Erstellt am 14. April 2020 (14:08)

Zur Zeit sprudeln die Milliarden nur so in diverse Töpfe. Das ist auch gut so und hält die Gesellschaft stabil und optimistisch. Aber „koste es, was es wolle“ wird in absehbarer Zeit einiges kosten. Die Frage ist: Wen wird es einiges kosten?

Wird der zahlen, der schon jetzt überlegt, Urlaub oder zwei neue Zahnkronen, für die der Staat dann auch noch schamlos 10% Umsatzsteuer kassiert? Sie können das wahlweise auch Mehrwertsteuer nennen, weil Sie dann ja mehr wert sind!

Oder wird der zahlen, der gerade jetzt durch günstige Aktienkäufe, für die er 0% Umsatzsteuer zahlt, seine Vermögenswerte kräftig steigert? Wird der zahlen, dem für seine bereits versteuerten und mit Sozialabgaben belasteten Ersparnisse auch noch jedes Jahr ein Viertel seiner mickrigen Zinserträge abgezogen wird? Oder wird der zahlen, der das alles „steuerschonend“ elegant umgeht?

Wenn man zuschaut, was Regierungen in kürzester Zeit in einem Staat verändern können, drängt sich doch die Frage auf: Lassen sich da nicht auch andere Dinge ändern?

Kann die EU nicht auch in kürzester Zeit ihre eigenen Steueroasen und Steuerschlupflöcher schließen bzw. Geldtransfers in andere Steueroasen massiv erschweren?
Selbst erlebt: Karibik, Niederländische Antillen, holländisch (Curacao), eigene Währung. Höflich wurden wir aus einer Bank komplementiert, weil sie „nicht für das Geldwechseln von Touristen da“ sei. Wozu dann wohl sonst!? Das gleiche könnte einem vermutlich auch auf Zypern, in Malta, in Luxemburg, und, und, und nicht zuletzt in Österreich passieren.

Aber noch viel interessanter ist die Frage: Kann die EU nicht auch in kürzester Zeit eine Steuer auf Börsenumsätze und Finanztransaktionen einführen? Natürlich kann sie, wenn nur die Regierungen der EU-Länder „JA“ dazu sagen.
Noch vor wenigen Jahren haben Sie für den Golddukaten, den Sie Ihrer Enkelin zur Matura schenken wollten 10% USt. bezahlt. Heute zahlen Sie 0%, leider können Sie nicht allzu oft Gold kaufen. Sie zahlen 10% USt. für Ihr Mehl. Der Getreidespekulant an der Rohstoffbörse zahlt 0%.

1% - ja nur eines! – auf alle Börsenumsätze und Finanztransaktionen und die Milliarden sprudeln wieder zurück. Sozialsysteme (Gesundheit, Pensionen, Bildung, …) lassen sich spielend finanzieren. Und der Spekulationswahnsinn würde sofort zurückgehen und die Währungssysteme stabiler machen. Eine echte „mehr-Wert-für-alle-Steuer“!

Reinhard Resch, Ternberg