Sanfte Mobilität als Chance für Altstadt. Zu den NÖN-Berichten über die Probleme der Kremser Innenstadt.

Erstellt am 11. April 2019 (14:02)
Martin Kalchhauser
In der sanften Mobilität sehen die Leserbriefschreiber Kurt Lenitz und Peter Molnar eine große Chance für die Kremser Altstadt. Foto: Martin Kalchhauser

Der NÖN-Schwerpunkt über die Probleme der Kremser Innenstadt war eine gute Momentaufnahme der aktuellen Situation: Zunehmende Leerstände und die damit verbundene Befürchtung eines Kaufkraft- und Attraktivitätsverlustes in der Kremser Altstadt beschäftigen derzeit Politik und Bürger. Oft werden Lösungen ausschließlich auf vermeintlich fehlende Parkplätze in der Innenstadt reduziert.

Viele Städte in Europa zeigen jedoch einen anderen Weg auf. Die Innenstadt muss für Bürger und Touristen wieder „erlebbar“ werden. So sollte bei der Suche nach Lösungen besser auf die Stärken von Krems gesetzt werden: einzigartige Altstadt mit Fußgängerzone und zügig auszubauendem Radwegenetz; innerstädtische, fußläufig erreichbare Bildungs- und Kulturangebote sowie regionaler Wirtschaftsmotor als Einkaufs- und Tourismusstadt.

Wenn die Innenstadt von Krems wieder als Kommunikationszentrum der gesamten Region positioniert wird, kann auch dem Grünmarkt am Pfarrplatz eine wichtige Rolle zukommen. Als zentraler, „sozialer“ Treffpunkt für Einheimische und Touristen, so wie es jetzt schon ansatzweise jeden Samstagvormittag erlebt werden kann. Eine Ausweitung und Attraktivierung des bestehenden Grünmarktes (gegebenenfalls vom Pfarrplatz über den Täglichen Markt bis zum Dreifaltigkeitsplatz hinaus) sowie ein forcierter Ausbau der sanften Mobilität (zu Fuß gehen, Radfahren, öffentlicher Verkehr), wären sinnvolle und langfristig wirksame Maßnahmen, um der Abwanderung von Geschäften und Kaufkraft in der Kremser Altstadt entgegen zu wirken.

Die Attraktivierung der Kremser Altstadt und der Ausbau der sanften Mobilität können unserer Meinung nach verloren gegangene Lebensqualität und Prosperität in das Stadtzentrum von Krems zurückbringen – und wäre sicher auch eine lohnende Aufgabe für das neue Stadtmarketing!

Kurt Lenitz, Peter Molnar, Krems

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