Tadel fürs Chaos, Lob für die Freiwilligen. Leserbrief zur Organisation der Corona-Schutzimpfung und zu den Antigen-Tests.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 23. Februar 2021 (12:21)

Dem – in allen genannten Details zutreffenden – Leserbrief von Frau Andrea Schuh in der letzten NÖN-Ausgabe ist wenig hinzuzufügen. Die sachliche Kritik ist zutreffend, nur haben halt nicht alle betroffenen Impfwilligen bzw. ihre verzweifelt impfterminsuchenden Angehörigen den Mut, das anfängliche Organisationsversagen auch aufzuzeigen. Die schweigende Masse von Zehntausenden über 80-Jährigen in NÖ hat sich angstzitternd halt mit den Ankündigungen bei Pressekonferenzen abgefunden. Die Umsetzung der Anmeldungen verdient aber herbe Kritik. Insbesondere die suboptimalen EDV-Vorkehrungen, für die ein halbes Jahr Vorlaufzeit vorhanden war.

Ein impfender Arzt hat mir versichert, dass diese suboptimalen Voranmelde- und Anmeldeprozeduren nicht passiert wären, wenn Ärzte vorher mit der Anmeldeorganisation betraut worden wären. So weit, so schlecht.

Ganz anders die gut organisierten Antigen-Tests für die Allgemeinheit. Das Lob verdienen aber hier die Gemeinden. Ausdrücklich loben will ich daher die von den Gemeindebediensteten, den Bundesheerangehörigen, den Rettungsdiensthelfern, den Feuerwehrangehörigen und sonstigen freiwilligen Helfern durchgeführten Testmaßnahmen. Es ist Zeit, sich bei all diesen örtlichen Helfern für deren großartige Arbeit zu bedanken.

Politiker (auch Alt-Bürgermeister) und Funktionäre der Stadt Hollabrunn waren sich nicht zu gut, als Helfer einzuspringen. Der Held in der Covid-Brandung ist für mich aber der Sitzendorfer Vizebürgermeister Florian Hinteregger, der nicht nur das notwendige Organisationstalent hat, sondern auch bisher wöchentlich mit viel Feingefühl die Abstrichproben immer schmerzfrei auch aus den empfindlichsten Nasen geholt hat. Ein Held des Alltags.

Ein Bravo allen Helfern.

Josef Weiss, Sonnberg

NÖN abgedruckten Leser-briefe spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.Die in der