Von der Landesregierung im Stich gelassen. Vielen Dank für Ihren Kommentar zur Notsituation der irakischen Famlie in Bad Vöslau. Leider ist das kein Einzelfall, in NÖ betrifft es wahrscheinlich mehr als 200 Menschen, die von der Landesregierung einfach im Stich gelassen werden, was mit ihnen passiert interessiert niemand, keiner ist zuständig. Dieses "System" gibt es nur in NÖ in dieser Härte.

Erstellt am 26. Dezember 2020 (18:41)

Bezüglich Hilfe vor Ort durch die Bundesregierung möchte möchte ich Sie gerne korrigieren, es gibt und gab keine Hilfe vor Ort. Die Hilfslieferungen, die Anfang Oktober medienwirksam nach Athen geflogen wurden, kamen nur zu einem sehr geringen Teil an. Lt. Helfern vor Ort, die mit der der NGO "Home for All" Zugang zum Lager hatten, wurde ein kleiner Teil der Sommerzelte (!) als Isolierstation für Covid-Kranke verwendet, also völlig untauglich. Der Großteil der Sommerzelte, die absolut keinen Schutz bieten, dürfte noch in Athen liegen. Der Flug kostete ca 130.000 .

https://www.tt.com/artikel/30755398/moria-wo-sind-die-55-tonnen-hilfsgueter-aus-oesterreich
https://orf.at/stories/3191879/

Im Frühjahr wurden Baucontainer nach Griechenland transportiert, angeblich als Unterkünfte für Geflüchtete auf den griechischen Inseln. Lt. Recherche steht zumindest ein Großteil an der griechisch-bulgarischen Grenze, in einem Internierungslager, wo Menschen festgehalten und abgeschoben werden.

Die Bundesregierung schaut also nicht nur weg, sie toleriert auch Menschenrechtsverletzungen an den Außengrenzen.

Ich schätze Sie als kritischen und engagierten Journalisten und wünsche mir auch in der NÖN weiterhin einen starken Rückhalt für die Zivilgesellschaft in NÖ, die gegen Unmenschlichkeit aufsteht.

Jutta Lang