„Wozu denn all die Aufregung?“. Nach neuesten Informationen sollte nun die teils prekäre Verkehrssituation in Mönichkirchen endgültig durch den Bau eines zusätzlichen Parkplatzes entschärft werden .

Erstellt am 15. September 2019 (09:05)

Der Widerstand einiger Bürgerinnen und Bürger gegen dieses Projekt heizte in der finalen Phase immer wieder die Gemüter an, was letztendlich ein kleines „Ozonloch“ über dem Ortsleben hinterlassen hat.

Die Forderungen der Gegnerinnen und Gegner (unter ihnen, man glaubt es kaum, sowohl aktive Touristiker und ehemalige Kommunalpolitiker als auch jene, die gerade wegen der vielen Freizeitangebote „vor der Haustüre“ sich in Mönichkirchen angesiedelt haben) sind im Wesentlichen der Erhalt der Bäume sowie die Suche nach Alternativen zum Parkplatz.

Wie bereits bekannt ist, wird das Projekt so umweltverträglich als möglich umgesetzt und ein Teil des Baumbestandes wieder aufgeforstet – wozu dann all die Aufregung?

Mein Gedanke daher: Man muss nicht zwingend mit dem Auto fahren, um das lokale Klima zu vergiften. Es reicht ein kategorisches „Nein“ zu allem, was auf touristischer und politischer Ebene entwickelt wird – nur das kann nicht die Antwort oder gar die Lösung zur Verbesserung der Verkehrslage im Ort sein und noch weniger ist es ein konstruktiver Beitrag zu einem besseren Miteinander.

Selbst wenn über Monate hinweg keine Mühen seitens der Verantwortlichen gescheut wurden, das Projekt „Parkplatz Neu“ so minimal-invasiv als möglich zu gestalten und darüber hinaus völlige Rechtskonformität sicherzustellen, so grotesker wurde der Widerstand einzelner Gegnerinnen und Gegner im Laufe der Zeit.

Die Moral von der Geschichte: Toxisches „Verbal CO²“ kann ein Ortsklima ebenso stark vergiften wie stundenlange Staus durch die Gemeindestraße. Gegen Ersteres ist bis heute noch kein Kraut gewachsen, das in der Lage wäre, es zu filtern – für Zweiteres ist nun zum Glück eine zeitnahe Lösung in Sicht.

Mag. (FH) Franz Thier, Mönichkirchen.

Betrifft: „Parkplatz-Neubau ist beschlossene Sache“, NÖN Neunkirchen, Ausgabe 36/2019.