„Bin wahnsinnig enttäuscht“. "Mit großem Entsetzen habe ich durch die mediale Berichterstattung Kenntnis von der Änderung des Hundehaltegesetzes erlangt."

Erstellt am 12. November 2019 (13:20)

"Entsetzt deshalb, weil ein Landesgesetz in einem derartig schwammigen und somit zu Willkür einladenden Wortlaut verfasst, vollkommen realitätsfern, nicht tierschutzkonform, wirtschaftsfeindlich (Gaststätten, Hotels etc.), die Bevölkerung spaltend (Stigmatisierung von Hunden und deren Haltern) durch den Landtag gepeitscht und dann sogar noch einstimmig angenommen wird.

Meine Labrador-Hündin und ich sind Lebenspartner. Wir gehen zusammen wandern, ja, sie läuft dabei frei, reagiert unmittelbar auf Hier-Pfiff. Kommt uns jemand entgegen, ist sie augenblicklich bei Fuß und angeleint. Ich musste mich noch mit keiner Beschwerde befassen, werde im Gegenteil mit Lob für meine gehorsame und freundliche Hündin überhäuft. Danach rasten wir uns im Gasthaus aus – sie schläft unter dem Tisch, kümmert sich weder um andere Menschen, Hunde oder sonstiges Geschehen im Umfeld. Weshalb sollte ich sie deshalb in ihrer Freiheit einschränken – frei zu atmen, zu trinken, sich zu putzen, sich gemütlich einzurollen (alles mit einem Beißkorb unmöglich)? Nein, einen Beißkorb werde ich ihr nicht auferlegen. Stattdessen werde ich auf die Wanderungen, insbesondere aber auf die Einkehr in Gasthäusern, verzichten. Auch auf Besuche von Veranstaltungen und Vereinsfesten (den Stress von Menschenaufläufen hätte ich ihr ohnehin nicht angetan).

Um es noch einmal zu betonen: Ich bin über diese Änderung im Hundehaltegesetz wahnsinnig enttäuscht!"

Florian Jarmer, Unterolberndorf
(Bezirk Mistelbach)