Leser & Leserinnen über Tierquälerei im Bezirk Zwettl. Zu den Artikeln „Wirbel um Tierhaltung“ und „Hunde fast tot gefunden“ über Tierquälerei im Bezirk Zwettl erhielt die NÖN folgende Leserbriefe (gekürzt):

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 07. April 2021 (03:16)

Empörung auch in Deutschland

Der Bericht von Ihnen hat auch bei uns in Deutschland Empörung ausgelöst. Vielen Dank für Ihre engagierte Berichterstattung!

Übelst, wenn sich Privatpersonen um solche Missstände kümmern müssen, da die zuständigen Behörden ganz offensichtlich in tiefem, gleichgültigen Schlaf verharren. „Es gibt eine Vermenschlichung der Tiere“ - ganz offenbar aber auch eine „Verbestialisierung“ des Menschen“.

Der Staat ist verpflichtet, wirksam gegen solchen Tiermissbrauch einzuschreiten. Unfähigkeit, Rückgratlosigkeit oder bloße Gleichgültigkeit einzelner Behördenorgane dürfen nicht zu einer grundsätzlichen Bankrotterklärung des Staates in Tierschutzangelegenheiten mutieren. Amtstierärzte sind aufgrund ihrer Position als „Beschützergaranten“ für das Wohl der Tiere verantwortlich und müssen gegen tierschutzrechtswidrige Handlungen und Zustände zwingend einschreiten. Das Versäumte gilt es jetzt aber unverzüglich nachzuholen.

-Ulrich Dittmann, Rockenhausen

Die Tierquäler gehören angeklagt

Ich finde es toll und enorm wichtig, dass jetzt immer öfter über Missstände in der Tierhaltung und deren Rettungsaktionen durch mutige Tierschützer aufgeklärt werden! Schlimm finde ich, dass sich Tierschützer immer verteidigen müssen, fast immer wegen irgend einer Vorgehensweise angeklagt werden, und immer als die Bösen dargestellt werden!

Angeklagt gehören die Tierquäler und gleich dazu in den meisten Fällen auch gleich die Amtstierärzte welche fast immer alles für in Ordnung empfinden, obwohl es seit Jahren mit vielen Tierhaltern Probleme gibt und so manche auch ein Tierhalteverbot besitzen, jedoch dieses so gut wie nie kontrolliert wird oder man ein Auge zudrückt! Gäbe es die vielen Tierschützer und ihre mutigen Handlungen nicht, dann würden unzählige Tiere elendig zugrunde gehen, verhungern, verdursten und an ihren Schmerzen nach jahrelangen Leiden dann erlöst werden müssen! So sieht leider die Realität aus.

-Susanne Fürster, Wiener Neustadt

Seit 1982 für die Rechte der Tiere

Der Verein „RespekTiere“ versucht, für diese Tiere ein respektvolles Dasein zu ermöglichen, mit genügend Freilauf und genug Bewegungsfreiheit. Der Verein setzt sich seit 1982 für die Rechte der Tiere ein.

Es geht darum, dass die meisten Nutztiere nicht artgerecht gehalten werden und das aber wirklich sehr wichtig ist, auch für den Konsumenten, der in der heutigen Zeit immer mehr darauf achtet, wie ein Tier gehalten wird.“

-Helga Maislinger, Grödig

Die in der NÖN abgedruckten Leser-briefe spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.