Die Ötscher-Basis erhält Ötscher-Turm. Nach Umbau Platz für Naturwerkstatt, Seminarraum und Aussichtspunkt.

Von Markus Zauner. Erstellt am 21. Mai 2020 (04:12)
Hier am Foto der alte Kletterturm in Wienerbruck in der jetzigen Ansicht und unten am Foto, wie er nach dem Umbau ausschauen soll.
Foto: Schublach, Ansicht: Christian Fröhlich/Harddecor Architektur

Noch lässt die Baustelle wenig vom Geplanten erahnen, aber schon in etwa zwei Monaten soll das neue Vorhaben bei der Ötscher-Basis in Wienerbruck realisiert sein. Im Fokus der zusätzlichen Attraktivierung steht der Umbau des ehemaligen Kletterturms. „Wir erweitern unsere Naturvermittlungsprogramme“, verrät Naturpark-Projektleiter Florian Schublach die Intention der 180.000-Euro-Investition.

Schublach, Ansicht: Christian Fröhlich/Harddecor Architektur

Und so sehen die der NÖN exklusiv vorliegenden Umbaupläne im Detail aus: Der rund zehn Meter hohe und innen hohle Kletterturm soll Platz für eine etwa 30 Quadratmeter große Naturwerkstatt bieten, als zweiter Raum wird in Würfelform ein „fliegendes Klassenzimmer“ aufgesetzt, das auch als Seminarraum Verwendung finden kann. Und wer den traumhaften Ausblick in die Umgebung genießen will, hat dazu künftig am Aussichtpunkt, dem Dach des „fliegenden Klassenzimmers“, die ideale Möglichkeit. Firmieren soll das Bauwerk unter dem klingenden Namen Ötscher-Turm. Geplant wurde das Projekt von Johanna Digruber und Christian Fröhlich, die seit 2008 das Studio Harddecor Architektur in Mitterbach und Wien betreiben.

Was die Kinder — rund 1.300 bis 1.400 besuchen (in Nicht-Corona-Zeiten) pro Jahr eines der Naturvermittlungsprogramme — in der Naturwerkstatt erwarten wird, ist großteils bereits ausgeklügelt. „Neben Arbeiten mit Holz können Fledermausquartiere gebaut werden. Außerdem sollen anhand von Druckerpressen die unterschiedlichen Drucktechniken erklärt und gleich direkt umgesetzt werden“, gewährt Schublach Einblicke in das breit gefächerte Repertoire.

Im Vorhaben Ötscher-Turm sieht der Naturpark-Projektleiter eine „spannende Erweiterung der Naturvermittlungsprogramme“. Zudem werde bei der Ötscher-Basis eine weitere Option geschaffen, um das Schlechtwetterangebot im umweltpädagogischen Bereich zu erweitern.