Ohne G keine Arbeit: Neue Regeln auch im Bezirk Lilienfeld

Ob großer Metallbetrieb oder kleiner Greißler: Die Chefs kontrollieren und erwarten sich vor allem Kooperation des Teams.

Erstellt am 10. November 2021 | 05:27
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Den „Grünen Pass“ kann Martina Kühberger (links), Mitarbeiterin vom Hainfelder Kaufhaus Eichberger, vorweisen, im Bild mit Firmenchefin Karin Steyrer.
Foto: NÖN

Die steigenden Corona-Neuinfektionen haben zu 3G am Arbeitsplatz geführt. Wer seinem Job nachgehen will und Kontakt mit anderen Menschen hat, muss geimpft, genesen oder getestet sein.

Die meisten Firmen sind vorbereitet. So wie Möbel Pommer aus St. Veit. „Für uns ändert sich nicht viel, da bei uns alle – bis auf eine Mitarbeiterin – geimpft sind. Bei dieser muss eben das Testergebnis kontrolliert werden“, sagt Johanna Pommer.

„Es ist bedauerlicherweise so, dass wir bereits die ersten Krankenstände haben, weil einige Mitarbeiter nicht bereit sind, sich testen bzw. impfen zu lassen.“Der Rohrbacher Unternehmer Fritz Gruber

Für das Landesklinikum Lilienfeld gelten seit Beginn der Pandemie besondere Voraussetzungen. „Von Anfang an war von allen Mitarbeitern ein negatives Testergebnis zu erbringen, was auch heute für Ungeimpfte gilt“, sagt Spitalssprecher Bernhard Schindlecker. Im Krankenhaus gibt es Impfangebote für die Belegschaft.

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PCR-Tests verteilt Spar Binder. Im Bild Chef Walter Binder mit Mitarbeiterin Yvonne Leodolter.
Spar Binder

Mehrere hundert Mitarbeiter beschäftigt Georg Fischer Fittings in Traisen. Dass die Produktion nicht durch einen Cluster zum Stillstand kommt, ist wichtig. Interne Schutzkonzepte und Beratung kommen genauso zur Anwendung wie kostenlose Testmöglichkeiten, eine betriebliche Impfstraße und die Bereitstellung von gratis Schutzausrüstung.

„Der 3G-Nachweis wird regelmäßig von den Führungskräften kontrolliert. Bis dato kam es zu keinen Beanstandungen“, berichtet Geschäftsführer Bernhard Dichtl. Der Kommunikations- und Beratungsaufwand sei enorm. Die Durchimpfungsrate der Mitarbeiter läge aber bereits bei fast 90 Prozent.

Impfangebote im Unternehmen gab es auch bei der Firma Transporte Trost in Traisen. „Unser innerbetriebliches ,Corona-Krisen-Team‘ versucht, alle Vorgaben praxistauglich im Betrieb umzusetzen“, informiert Junior-Chef Johannes Trost.

Bei der Rohrbacher Schlosswarenfabrik Grundmann GmbH werden bei Mitarbeitern die vorgeschriebenen Stichprobenkontrollen durchgeführt. Besuche von Lieferanten oder Kunden sind aktuell untersagt und auf schriftlichen, telefonischen Kontakt bzw. Abhaltung von Videokonferenzen beschränkt.

„Es ist bedauerlicherweise so, dass wir bereits die ersten Krankenstände haben, weil einige Mitarbeiter nicht bereit sind, sich testen bzw. impfen zu lassen“, gibt Unternehmer Fritz Gruber zu bedenken.

Bei der Firma Schmid Schrauben Hainfeld zeigen „die meisten Mitarbeiter Verständnis für die Regeln, aber nicht alle“, weiß Geschäftsführer Andreas Gebert. Er sieht auch den aktuellen Gewerkschaftsstreik „in Zeiten explodierender Coronazahlen in Blickrichtung Sicherheitsmaßnahmen kritisch“.

Striktes 3G, egal in welcher Branche, vom Bau bis zur Entsorgung, gilt bei der Hainfelder Firma Zöchling . Karin Steyrer vom Hainfelder Fachmarkt Eichberger und vom „Stadtgreissler“ fühlt sich den Kunden gegenüber verantwortlich. „Daher erwarte ich mir von den Mitarbeitern Kooperation“, betont sie.

Gratis PCR-Tests gibt es seit letzter Woche bei Spar Binder in Lilienfeld (siehe auch Foto oben). Diese sind schnell vergriffen. „Leider liegt nicht in unserer Hand, wie viele wir bekommen“, erklärt Geschäftsführer Walter Binder. Im Supermarkt befindet sich eine Abgabebox für die Proben.

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