Junge Hainfelder verwüsteten Gemeindeeinrichtungen. Der Unmut unter den Bürgern als auch auf der Gemeinde war groß, als in den letzten Wochen mehrere Gemeindeeinrichtungen von Unbekannten beschmiert wurden.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 02. Juli 2019 (04:29)
Schweiger
Verunzierungen als Mittel gegen Langeweile: So vertrieben sich drei Kinder die Freizeit und beschmierten auch den Waldlehrweg.

FP-Gemeinderat Peter Terzer legte sogar eine Belohnung für Hinweise, die zur Ergreifung der Vandalen führen, aus.

Jetzt steht fest, wer hinter den Schmieraktionen an den Gemeindeeinrichtungen steht — drei Hainfelder Kinder im Alter zwischen erst elf (!) und 14 Jahren. Durch intensive Ermittlungen und Befragungen in der Bevölkerung kamen die Hainfelder Polizeibeamten den Übeltätern auf die Schliche. Motiv war Langeweile.

Drei Hainfelder Kinder als Vandalen unterwegs

Diese veranlasste die drei Burschen, Haupttäter ist ein Elfjähriger, das Stadtbad, die Kneipp-Anlage, den Waldlehrweg und die Kaiserstiege mit wilden Kritzeleien zu beschmieren. Durch die Reinigungskosten entstanden der Gemeinde Hainfeld insgesamt 5.000 Euro Sachschaden.

Nach Abschuss der Ermittlungen ergeht eine Anzeige an die Staatsanwaltschaft, der 14-Jährige ist bereits strafmündig. Ob die Erziehungsberechtigten nun für den Schaden aufkommen müssen, steht noch nicht fest.

Hauptmotiv der „Zerstörungswut“: Langeweile

Bürgermeister Albert Pitterle gratuliert den Hainfelder Ermittlern zur Klärung dieser ärgerlichen Vorfälle. Die Übeltäter möchte er aber persönlich sprechen. „Ich werde diese mit ihren Eltern zu mir einladen und wir werden dann schauen, wie viel Einsicht und Entgegenkommen der Burschen vorhanden sind. Und ob sie bereit sind, sich in Hinkunft sinnvoll in die Gesellschaft einzubringen.“

„Solche Vorfälle sind zum Glück in Hainfeld nicht die Regel“

Durchaus könnte er sich, abhängig von diesem Gespräch, vorstellen, dass ein Teil des Schadens durch Sozialstunden wieder gut gemacht wird. „Solche Vorfälle sind zum Glück in Hainfeld nicht die Regel, 99 Prozent unserer Jugendlichen sind top“, betont er. Auch empfindet er solche Langeweile-Aktionen als überflüssig, da es in Hainfeld ausreichend Sport- und Freizeitangebote für junge Leute gibt.