Türnitzer Hütte: Versorgung zu Fuß ist bald Geschichte

Material-Seilbahn am Ende: Neubau eines Weges erleichtert die Belieferung der Türnitzer Hütte künftig.

Erstellt am 18. November 2021 | 05:04
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Mitunter, wie hier durch Franz, Ulrike und Anita, werden auch Polster zu Fuß auf die Türnitzer Hütte transportiert. Das soll durch den Bau des neuen Weges bald der Vergangenheit angehören.
Foto: Alpenverein St. Pölten

Nachdem die 40 Jahre alte Materialseilbahn aufgrund fehlender behördlicher Betriebsanlagengenehmigungen eingestellt werden musste, wird die Türnitzer Hütte am Gipfel des Höger seit Jahresbeginn 2019 entweder per Hubschrauber oder zu Fuß versorgt.

Nun gibt es eine Lösung, die der teils kräftezehrenden Belieferung per Muskelkraft Abhilfe leistet: Der Alpenverein-Gebirgsverein St. Pölten als Hütten-Besitzer darf einen neuen Weg errichten, der ausschließlich der Versorgung des beliebten Ausflugszieles, nicht aber einer touristischen Erschließung dient.

Finanzierung muss Verein alleine stemmen

„Die veranschlagten Kosten liegen bei rund 85.000 Euro. Dazu kommen noch Kosten für notwendige Begrünungsmaßnahmen“, rechnet Sektionsobmann Dieter Holzweber vor.

Die Finanzierung müsse der Verein allein stemmen. Die Kosten seien im Vergleich zu den eingeholten Alternativen, wie Neuerrichtung der Materialseilbahn oder Umstellung auf Hubschrauberversorgung, aber deutlich günstiger.

Holzweber verweist dabei auf seinerzeitige Kostenschätzungen für den Seilbahn-Neubau zwischen 250.000 und 300.000 Euro. 2022 soll der neue Weg, der (siehe weiter unten) eine Länge von 650 Metern aufweist und einen Höhenunterschied von 110 Metern überwindet, fertiggestellt sein.

14.000 Euro für die neue Versorgungsstrecke steuert die Marktgemeinde Türnitz bei. „Von den Türnitzer Alpen ist der Türnitzer Höger mit 1.372 Metern der höchste Berg und ein beliebter Wanderberg. Dem gesamten Gemeinderat ist die Versorgung der Schutzhütte für den Tourismus durch den Alpenverein sehr wichtig“, betont Bürgermeister Christian Leeb im NÖN-Gespräch.