Peter Fürst zieht sich zurück. Nach einem Vierteljahrhundert ehrenamtlichen kulturellen Engagements nimmt Peter Fürst – auch Initiator des Mitteleuropa-Zyklus – aus gesundheitlichen Gründen den Hut.

Erstellt am 02. Oktober 2018 (04:00)
Krizanic-Fallmann
Die Bildende Kunst liegt Peter Fürst am Herzen.

Begonnen hat es 1993 mit der Bitte eines Politikers an den damaligen Hainfelder Hauptschullehrer, die heimischen Kunstschaffenden bei der Realisierung eines Vereins zu unterstützen. Ein Vierteljahrhundert später blickt Peter Fürst – selbst kein Künstler – auf ein erfolgreiches ehrenamtliches kulturelles Engagement zurück.

Ein „bunter Haufen“, so Fürst, waren die Mitglieder des „Kunst- und Kultur-Clubs Bezirk Lilienfeld“, der 2005 in „Kunstprisma Lilienfeld“ umbenannt wurde. 15 Jahre lang, bis 2008, leitete er den stetig wachsenden Verein. Den Bekanntheitsgrad steigerten Aktionen, darunter der „Kunst-Express“, sowie Ausstellungen im Bezirk, in Niederösterreich, Wien, der Steiermark und in den sogenannten Ostblock-Ländern Ungarn, Tschechien, Polen, Slowakei und Ukraine. „Die Künstler haben die Möglichkeit, im Ausland ihre Werke zu zeigen, sehr geschätzt“, erinnert sich Fürst, „der organisatorische Aufwand war sehr groß.“ Dabei geholfen mit Kontakten hat Reinhard Hohengartner. Ein Höhepunkt war ebenfalls die Einladung ins EU-Parlament in Brüssel.

Rückzug aus gesundheitlichen Gründen

Die Auslandsschauen legten die „Saat“ für den Mitteleuropa-Zyklus, mit Start 2006 und Teilnehmern wie Christian Ludwig Attersee, Arnulf Rainer oder Karl Korab. „Für mich war klar, dass dieser im Stift Lilienfeld stattfinden muss“, betont der Initiator. An Bord als künstlerischen Leiter holte sich Fürst mit seiner Hartnäckigkeit Landesmuseumsdirektor Carl Aigner. „Sehr sinnvoll“ sei in dem Zusammenhang die Kooperation mit dem BG/BRG Lilienfeld. „Es ist erstaunlich, was Schüler hervorbringen“, sagt Fürst zu den ergänzenden Werken des Nachwuchses zu den Präsentationen der arrivierten internationalen Künstler.

Bei der Eröffnung des inzwischen 13. laufenden Mitteleuropa-Zyklus gab der 73-Jährige aus gesundheitlichen Gründen seinen Rückzug bekannt. Einmischen will er sich künftig nicht mehr, einen Wunsch an das Team mit Katharina Kölbl, Kleinregionsmanager Roland Beck und Carl Aigner hat Fürst aber: „Es würde mich freuen, wenn der Mitteleuropa-Zyklus noch länger weitergeführt wird.“