Lilienfeld reagiert auf Einbrüche in Gemeindegebäude. Modernes Gemeindegebäude in Lilienfeld wurde um 7.400 Euro nachgerüstet.

Von Markus Zauner. Erstellt am 20. November 2020 (03:54)
Wirtschaftsstadtrat Christian Buxhofer, Bürgermeister Wolfgang Labenbacher sowie Vizeortschef und Sicherheitsgemeinderat Manuel Aichberger (von links) haben sich bereits von der vollen Funktionstüchtigkeit der neuen Alarmanlage überzeugt. Im Erdgeschoß des Amtshauses befindet sich das Bedienelement zur Steuerung des Alarmsystems.
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Einer von bereits mehreren Coups: In unliebsamer Erinnerung ist Bürgermeister Wolfgang Labenbacher der letzte Einbruch ins Amtshaus im Oktober 2016. Ungebetene Gäste zwängten damals ein Fenster im Erdgeschoß zum Kopierraum auf und stiegen ins Gemeindeamt ein. Im Anschluss brachen die Einbrecher versperrte Türen im Gebäudeinneren auf und durchsuchten das gesamte Objekt akribisch.

Im Fokus stand die gezielte Ausschau nach Bargeld. „Rund 2.000 Euro wurden 2016 gestohlen, der entstandene Sachschaden war allerdings wesentlich höher und belief sich auf mehrere tausend Euro“, erzählt der Ortschef.

Als Reaktion darauf wurde damals der Entschluss gefasst, im Zuge der Generalsanierung des Rathauses samt Zubau ein effektives Schutzsystem zu installieren. Dass die nun neu in Betrieb gegangene Alarmanlage bereits bestens funktioniert, davon ist die Gemeindeführung überzeugt. „Es soll in den vergangenen Tagen schon den einen oder anderen Fehlalarm gegeben haben, ausgelöst von Personen aus den eigenen Reihen. Namen wollen wir lieber nicht nennen“, schmunzeln Ortschef Wolfgang Labenbacher und Vizebürgermeister Manuel Aichberger unisono.

Aichberger rät Privaten zu Schutzmaßnahmen

Die 7.400 Euro, die für die Alarmanlage flüssig gemacht wurden, sieht Aichberger übrigens nicht nur wegen der vergangenen Einbrüche, sondern auch der aktuellen Lage als gute Investition. „Auch, wenn die Leute infolge der Coronasituation aktuell vermehrt daheim sind, besonders jetzt während der lockdownbedingten Ausgangssperre nutzen Einbrecher dennoch vor allem die kürzeren Tage und die früher beginnende Dunkelheit, um ans Werk zu gehen.“ Schutzmaßnahmen, wie der Einbau von Alarmanlagen oder Sicherheitstüren, seien auf jeden Fall sinnvoll. „Dadurch bleibt es oft nur beim Einbruchs- beziehungsweise Diebstahlsversuch“, weiß der Vizeortschef und legt Privathaushalten in diesem Zusammenhang die Förderschiene des Landes NÖ (siehe Info-Box) ans Herz. Und Bürgermeister Wolfgang Labenbacher hofft vor allem eins: „Dass es künftig möglichst zu keinen Einbrüchen in die Gemeindestube mehr kommt.“