Claudia Kubelka im Interview: „Neue Strategien finden“. Claudia Kubelka blickt nach einem Jahr Amtszeit in Annaberg optimistisch in die Zukunft. Ihre Ziele: Ortskern beleben, Tourismus attraktivieren und Zahl der Hauptwohnsitzer steigern.

Von Teresa Lobinger. Erstellt am 10. Januar 2021 (03:51)
Bürgermeisterin Claudia Kubelka
NÖN-Archiv

Claudia Kubelka hat ihr erstes Jahr als neue Annaberger Bürgermeisterin im schwierigen Corona-Jahr vollendet. Im NÖN-Gespräch zieht sie Bilanz.

NÖN: Sie haben vor einem Jahr das Bürgermeisteramt als politische Quereinsteigerin übernommen und wurden gleich mit Corona konfrontiert. Wie gingen Sie man damit als Neo-Ortschefin um?
Claudia Kubelka: Für uns alle, aber speziell für mich, brachte das Jahr 2020 viel Neues; vieles konnte nicht wie in den vergangenen Jahren ablaufen. Es musste auf vieles verzichtet werden. Andererseits stehen jetzt aber auch eine neue Form der Qualität, Chancen und Möglichkeiten im Raum. Mit meinem Einstieg in die Gemeindepolitik als neu gewählte Bürgermeisterin brachte mir das Jahr 2020 lauter neue Aktivitäten, mit oder ohne Corona.

Optimistisch ins neue Jahr, in welchen Bereichen liegt 2021 Ihre Priorität?
Es gilt, mit Engagement und Biss Pläne und Ideen umzusetzen. Viele Bereiche haben sich auch in schwierigen Zeiten sehr gut bewährt und diese gilt es weiter zu unterstützen und ihrer dankbar zu sein. Dazu gehören unsere Schule, die KITA, unsere medizinische Versorgung, unsere Nahversorgung, aber auch unsere Land- und Forstwirtschaft und Handwerksbetriebe. Unsere zahlreichen Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe konnten sich tapfer schlagen, aber 2021 wird ein wichtiges Jahr werden, wie es weitergeht. Damit in engem Zusammenhang steht die Tourismusentwicklung; wird sich der Sommertourismus weiter so stark entwickeln, liegt da noch einiges an Entwicklungspotenzial. Da müssen wir dran bleiben und teilweise neue Strategien finden. Einsichten, die 2020 gewonnen wurden, müssen für 2021 Konsequenzen haben, Chancen genutzt werden.

Es gilt, mit Engagement und Biss Pläne und Ideen umzusetzen

Wie können Familien in Annaberg gehalten werden?
Ein wichtiger Zukunftsaspekt ist der der lebenswerten Gemeinde. Annaberg bietet viel, was es zu einer solchen schon jetzt macht, aber manche Bereiche, zum Beispiel stabile, gute Internet- wie auch Mobilnetzverbindungen, sind essenziell, damit junge Familien oder auch Zweitwohnsitzer zu Hauptwohnsitzern oder neue Familien sesshaft werden können. 2020 brachte zahlreiche neue Zweitwohnsitzer. Es wäre schön und wichtig, wenn sie ihren Hauptwohnsitz nach Annaberg verlegten.

Die Attraktivierung des Ortes spielt eine zentrale Rolle?
Ein Thema, das unbedingt behandelt werden muss: die Belebung und Attraktivierung des Kernbereiches unserer Gemeinde, des Ortsteils Annaberg mit der Wallfahrtskirche und den traditionellen Wirtshäusern. Einige Pläne liegen schon fertig vor, andere sind noch ein wenig zu tief in der Schublade. Auch eine neue Trink- und Löschwasserversorgung ist in Planung.