Leitbild steht im Fokus. In vier Arbeitsgruppen der Säulen Schutz, Bildung, Regionalentwicklung sowie Tourismus und Erholung wird das neue Konzept für den Naturpark Ötscher-Tormäuer diskutiert.

Von Ingeborg Grubner. Erstellt am 03. Februar 2018 (05:59)
NOEN, Grubner
Bei der Arbeitsgruppensitzung, von links: Tobias Schernhammer (Biologe), Peter Ritzinger (Experte für Reptilien und Amphibien), Karl Teufl, Projektleiter Florian Schublach, Landwirt Leopold Hager, Ötscherhias-Betreiberin Andrea Teubenbacher, Berufsjäger Peter Schweiger, Gastronom Franz Wiedner(Stapelhaus Mitterbach), die Arbeitsgruppenverantwortlichen Klaus Kratzer und Heribert Pfeffer sowie Fachbegleiter Klaus Wanninger.

Seit Herbst des Vorjahres arbeitet der Naturpark Ötscher-Tormäuer an seinem Naturpark-Konzept, das künftig als Leitbild dienen soll. Die regionale Bevölkerung ist dabei in den vier Arbeitsgruppen Schutz, Bildung, Regionalentwicklung sowie Tourismus und Erholung eingebunden.

„Wir wollen gemeinsam Ziele festlegen, die dann durch zu definierende Maßnahmen erreicht werden“, sagt Projektleiter Florian Schublach. „Jede dieser Gruppen umfasst zwischen 15 und 25 Leute“, weiß er. Darüber hinaus wird jede Arbeitsgruppe durch einen Experten begleitet.

Die NÖN war bei der Arbeitsgruppensitzung der Säule Schutz unter der Leitung von Heribert Pfeffer und Klaus Kratzer aus dem Bezirk Lilienfeld in der Jeßnitztalerstub’n in St. Anton/Jeßnitz vor Ort mit dabei. „In der Säule Schutz sollen Fauna und Flora erhoben werden und wie man diese in Zukunft sinnvoll schützen kann“, erörtert Fachbegleiter Klaus Wanninger.

Vier Schwerpunkte wurden definiert 

Wald und Waldbewirtschaftung; Wiesen, Weiden und Almen; Quellen und Gewässer; Höhlen, Felsen und sonstiges. In den Schwerpunkt „Wiesen, Weiden, Almen“ soll die meiste Energie gesteckt werden – mit dem Ziel, Wirtschaftsweisen des Landwirts zu unterstützen, die diesen nicht einschränken, aber im Interesse des Naturschutzes sind. „Im Zentrum steht der Themenbereich Freihaltung“, schildert Heribert Pfeffer. „Der Wald nimmt auch auf ehemaligem landwirtschaftlich genutzten Gebieten stark zu, sodass Pflanzen wie etwa Orchideen keine Chance mehr haben zu gedeihen.“

Bis April werden die Arbeitsgruppen noch mehrmals tagen, dann sollen sie in der Zukunftswerkstatt zusammengeführt werden. „Aus der Schnittmenge werden in der Folge die Maßnahmen abgeleitet. So gelingt es, rund 70 Leute an dem Strategieprogramm aktiv zu beteiligen und gemeinsam Ziele für die Entwicklung des Naturparks zu erarbeiten“, unterstreicht Florian Schublach.