Naturparkaktion stellt Umwelt im Fokus. Team Ötscher entfernte nicht heimische Pflanzen – Neophyten – im Bereich Stausee Wienerbruck und Lassingschlucht.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 20. Juli 2019 (03:26)
Naturpark Ötscher-Tormäuer
Freiwillige versuchten das Drüsige Springkraut an mehreren Stellen zu beseitigen und so dessen Ausbreitung einzudämmen.

Dank des Einsatzes engagierter Bürger konnte die Bekämpfung von Neophyten in Wienerbruck begonnen werden. Am Westufer des Wienerbrucker Stausees und im oberen Bereich der Lassingschlucht hat das Drüsige Springkraut bereits größere Bestände gebildet. Im Naturpark gibt es insgesamt drei unterschiedliche Springkrautarten, wobei nur eine davon, das Großblütige Springkraut, tatsächlich heimisch ist. Das drüsige Springkraut bildet große Bestände und verdrängt mancherorts dadurch autochthone Pflanzen wie zum Beispiel die Feuerlilie.

„Bei unserer Aktion mit dem Team Ötscher haben wir größere Flächen des Springkrautes ausgerissen“, sagt Florian Schublach vom Naturpark Ötscher-Tormäuer. In einem frühen Wachstumsstadium lassen sich die Pflanzen leicht samt den Wurzeln aus dem Boden ziehen.

„Danach wurden sie zum Trocknen aufgelegt und anschließend kompostiert. Das geht nur, solange die Pflanzen noch keine Samen gebildet haben“, weiß Schublach. Als größeres Problem als das Springkraut zeigt sich jedoch der Japanische Knöterich, der an vielen Gewässern wuchert. „Der Knöterich ist fast nicht mehr wegzubringen. Schon ein kleines, im Boden verbleibendes Stück Wurzel reicht, um wieder eine Pflanze wachsen zu lassen“, merkt Schublach an.

Neophyten als großes Problem

Und weiter: „Während immer wieder beobachtet wird, dass Springkrautbestände wieder zusammenbrechen oder heimische Pflanzen wie die Pestwurz sich durchsetzen, ist gegen den Japanischen Knöterich derzeit noch kein Kraut gewachsen.“

Die gemeinsame Aktion des Teams Ötscher habe jedoch gezeigt, dass großes Interesse an dem Thema besteht. „Wir werden uns weiter damit beschäftigen und freuen uns immer über Menschen, die sich einbringen wollen und denen die Natur ihrer Heimat wichtig ist“, berichtet Schublach.