Wegen Schulden: „Zahlen, oder ich steche Hund ab!“. 54-Jähriger forderte Schulden mit bösen Worten ein. Vor Gericht setzte es bedingte Strafe.

Von Claudia Stöcklöcker. Erstellt am 08. Mai 2019 (04:24)
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Symbolbild

„Es war sehr heftig, er hat mich am Telefon angebrüllt und gesagt, wenn ich nicht sofort alles bezahle, werde er kommen und meinen Hund abstechen. Ich schätze meinen Hund sehr, er ist ein Familienmitglied“, sagt eine Annabergerin vor Gericht. Auf der Anklagebank im Prozess am Landesgericht sitzt ein Wiener (54). Wegen vermeintlich bestehender Schulden drohte er nicht nur den Vierbeiner zu töten, sondern auch eine Gartenhütte, die er errichtet hatte, abzureißen.

Ob die Annabergerin dem Mann tatsächlich Geld schuldet? „Die Hütte war zu 90 Prozent fertig. Ich habe dann lange von ihm eine Rechnung gefordert. Die habe ich nie bekommen, sondern nur Zetteln mit Stundenaufzeichnungen. Aus Angst habe ich ihm dann die geforderten 3.000 Euro überwiesen“, erklärt die Frau vor einer Strafrichterin am Landesgericht.

„Das war ein Blackout“, sagt der 54-Jährige im Prozess und bereut: „Das war nicht bös’ gemeint, ich habe mich dann auch entschuldigt.“ Wegen der Nötigung durch gefährliche Drohung setzt es für den Angeklagten fünf Monate bedingt verhängte Freiheitsstrafe. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.