Lilienfeld

Erstellt am 28. Dezember 2016, 05:07

von Gila Wohlmann

Problemlos ins Jahr 2017 starten. Polizei rät Frauen, selbstbewusst zu sein. Feuerwehr mahnt zum achtsamen Umgang mit Böllern. Vor allem Tiere leiden immens.

Mit einem Feuerwerk wird das alte Jahr verabschiedet. Beim Abschießen ist Vorsicht geboten, denn es nicht überall erlaubt.  |  NOEN, shutterstock/melis

Silvester: Anlass für viele, ausgelassen den Jahreswechsel zu feiern. Mancher trinkt dabei ein wenig zu viel und Anstandsregeln bleiben da oft auf der Strecke. Vielen sind noch die sexuellen Übergriffe des Vorjahres in Köln in Erinnerung. Doch wie kann man sich schützen?

Sexuelle Belästigungen oder Übergriffe sind immer ein Thema. „Silvester ist jedoch mit Sicherheit eine besondere Herausforderung. Es sind sehr viele Menschen auf diversen Veranstaltungen unterwegs, es herrscht eine ausgelassene Stimmung, alle sind fröhlich und auch reichlich Alkohol ist im Spiel. Da ist die Möglichkeit, dass es zu sexuellen Belästigungen oder Übergriffen kommt natürlich ungleich größer“, meint Präventionsbeamter Roland Berger, Gemeinsam-sicher-Koordinator für den Bezirk Lilienfeld. Er rät Frauen, auf ihre Umgebung zu achten, auf ihr Bauchgefühl zu hören und Signale wie Unbehagen ernst zu nehmen. Berger: „Gruppen und Personen meiden, die dieses Gefühl auslösen und Distanz schaffen. Bei Gefahr in jedem Fall Hilfe vor Ort suchen und die Polizei verständigen!“

„Große Knallkörper im bebauten Gebiet abzufeuern ist, nicht nur strafbar, sondern auch dumm!“

Christian Teis, Sprecher des Bezirksfeuerwehrkommandos Lilienfeld

Doch auch die Feuerwehr warnt vor drohenden Gefahren mit Silvesterböllern, insbesondere vor Billigprodukten aus dem Ausland. „Diese funktionieren zumeist nicht richtig. Mehrere tödliche Unfälle in den letzten Jahren zeugen davon“, warnt Lilienfelds FF-Pressesprecher Christian und weist auf die unterschiedlichen Kategorien von Feuerwerkskörpern hin, deren Bestimmungen genau im Pyrotechnikgesetz verankert sind.

Dabei appelliert er insbesondere an den Hausverstand der Bürger: „Große Knallkörper im bebauten Gebiet abzufeuern ist, nicht nur strafbar, sondern auch dumm!“ Zahlreiche Brände in der Neujahrsnacht geben jedes Jahr Zeugnis ab, wie gefährlich diese heißen Trümmer sind. Und: „Der Verursacher eines solchen Brandes haftet für sämtliche Schäden, auch wenn Wald und Flur in Brand geraten“, lässt er wissen. Feuerwerkskörper sollten grundsätzlich aus Flaschen oder besonderen Vorrichtungen abgefeuert werden, sodass diese nicht umkippen können. Zum Anzünden der Lunten sollten grundsätzlich längere Gegenstände verwendet werden.

Absolut keine Freude mit der Silvesterknallerei haben die meisten Tierbesitzer, denn Hunde, Katzen, Pferde und viele andere Tiere geraten durch den Lärm in Panik. „Die Reaktionen reichen von leichtem Unbehagen bis zu absoluten Panikreaktionen“, weiß der Lilienfelder Tierarzt Heinz Heistinger und bedauert: „Leider sind oft schon den ganzen Dezember und oft bis weit in den Jänner hinein, Leuchtraketenpfiffe und Böllerschüsse zu hören.“

Beruhigungsmittel für Tiere anfordern

Wichtig sei, so Heistinger, „die Reaktion des Tierbesitzers auf die Angst seines vierbeinigen Lieblings.“ Je gelassener man dabei selbst bleibt, desto besser. Auch macht es Sinn, die Vorhänge zuziehen, Radio oder Fernseher aufzudrehen und dem Tier die Möglichkeit zu geben, sich in einen möglichst ruhigen Raum zurückzuziehen. Das meint auch der Traisner Veterinär Franz Plank und rät: „Wenn Sie wissen, dass Ihr Tier panisch reagieren wird, dann sprechen Sie mit Tierarzt über die Gabe eines Beruhigungsmittels. Es gibt auch Arzneimittel auf pflanzlicher oder Milcheiweißbasis, die entspannen.“ Von Selbstmedikation rät er ab.

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