100 Jahre Naturfreunde in Bewegung: Feier & Rückblick in Annaberg

Erstellt am 22. Juni 2022 | 05:37
Lesezeit: 3 Min
Als mitgliederstärkster Verein blickten sie bei der Sonnwendfeier auf ihre Geschichte.
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„Ad multos annos“, freut sich Bürgermeisterin Claudia Kubelka beim 100-jährigen Naturfreunde-Jubiläum, das beim Sonnwendfeuer gefeiert wurde.

Seit vielen Jahren bieten die Naturfreunde bereits „für jede Altersgruppe Möglichkeiten, von zahlreichen Kinderaktivitäten über aktive, sportliche Veranstaltungen bis hin zu Fahrten für die älteren Mitglieder. Außerdem sind sie der mitgliederstärkste Verein Annabergs“, so Kubelka weiter.

Als Bürgermeisterin sei sie dankbar und freue sich über so viel Engagement und freiwilligen Einsatz. Die Chronik von Obmann Walter Daxböck beweist: „Seit der Wiedergründung 1983 wurde die Vereinsaktivität wesentlich verbreitert. Neben den regelmäßigen Wanderungen, Ski- und Schneeschuhtouren, Nordic-Walking-Treffen, Klettern, Radtouren und Ausflügen richten wir zahlreiche Feste aus, auch Rafting, Paragleiten, Campieren und ein Tanzkurs waren schon im Programm.“

Und den „kleinen“ Naturfreunden wird bei Bastelnachmittagen, Ostereisuchen, Kinderfest mit Kletterturm, Winterspaß und Nikolaus schon gar nicht langweilig.

11.000 Arbeitsstunden für Vereinshütte

Ein wesentlicher Teil des Vereinslebens für die Naturfreunde Annaberg ist das Eisstockschießen: „Die eigene Vereinshütte an der Eisbahn in der Schmelz ist ein wichtiger Veranstaltungsort und starker Stützpunkt“, weiß Daxböck. Und er erzählt: „Mit dem Bau wurde 1991 begonnen.

Mit einer Bausteinaktion wurde durch die Mitglieder und die ortsansässige Bevölkerung die Mittelaufbringung stark unterstützt. Die feierliche Eröffnung fand dann im August 1993 statt. Im Jahr 2004 erfolgte ein Zubau und 2007 der Einbau eines WC‘s.“ In dieser Zeit wurden etwa 11.000 Arbeitsstunden für Errichtung und Erweiterung von den Funktionären und Helfern unentgeltlich geleistet.

1983 erfolgte Wiedergründung

Nach der Gründung der Naturfreunde Österreichs im Jahre 1895 bildeten sich laufend die einzelnen Ortsgruppen überall dort, wo naturverbundene Menschen von der Idee dieser Bewegung beseelt waren – 1922 in Annaberg. „1934 wurde die Naturfreunde-Bewegung durch das Ständestaatsregime von Dollfuss verboten. Bald nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges und der Nazi-Diktatur wurde sie wieder ins Leben gerufen. Die Ortsgruppe Annaberg wurde im Jahr 1946 unter Obmann Johann Kraft und Schriftführerin Grete Pomberger wieder aktiviert“, weiß Walter Daxböck.

Zu Beginn waren 20 Mitglieder eingetragen. „1956 wurde die Ortsgruppe unter Obmann Ernst Nutz aus Wienerbruck wegen zu geringer Aktivität aufgelöst, in die Ortsgruppe Türnitz eingegliedert. Annaberg verblieb als Zahlstelle unter der Leitung von Grete Pomberger“, berichtet Daxböck weiter.

1983 erfolgte eine Wieder- bzw. Neugründung der Ortsgruppe Annaberg, das Gründungsgespräch fand im Gasthaus Schachinger im Jänner statt, die Gründungs-Generalversammlung dann im April im Gasthaus Staudinger. Und da nahm die Mitgliederentwicklung ihren fulminanten Lauf: 91 Mitglieder, im Jahr darauf wurde die Zahl 100 schon überschritten.

„Nur im Jahr 2006 war die Mitgliederzahl mit 96 einmal unter 100. Der bisherige Höchststand war mit 175 Mitgliedern im Jahr 2020“, weiß Obmann Daxböck. Und: „Per 1. Jänner 2022 betrug die Anzahl der Mitglieder 174.“

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