Lilienfelder Schüler produzierten spezielle Sitzmöbel. Die vierten Klassen der Mittelschule Lilienfeld stellten „Kentucky Stick Chairs“ bis zur Serienfertigung her.

Von Markus Zauner. Erstellt am 10. Juni 2021 (03:15)
Stolz präsentierte die 4 B mit Julia Antl, Anna Baig, David Bergmann, Natalia Fenz, Raul Florian, Rama Hasan, Tobias Kauderer, Melanie Lampl, Simona Lechner, Josef Lerchbaumer, Marcel Muck, Magdalena Nagl, Sebastian Paschinger, Patrick Schossmaier, Fabian Tiefenbacher, Diana Tröstl und Pascal Walouschek ihre selbst gefertigten Spezial-Klappstühle.
privat, privat

Werkunterricht ist manchmal spannend, manchmal langweilig. In erstere Kategorie fällt das Schulprojekt, das heuer an der Mittelschule Lilienfeld durchgeführt wurde: Die vierten Klassen produzierten spezielle Sitzmöbel wie am Fließband.

Das Besondere: Die von Lehrer Andreas Schubert stammende Idee des „Kentucky Stick Chairs“ wurde von den Schülern der 4 A und 4 B bis zur Serienfertigung entwickelt. „Dazu gehörten Holzarbeiten, die Zusammenstellung der Dokumentation sowie die farbliche Gestaltung des Klappsessels“, schildert Schubert.

Der „Kentucky Stick Chair“ bietet ein einmaliges Sitzerlebnis in zwei verschiedenen Positionen – einen geraden Sitz für gemütliches Lesen oder in zurückgelehnter Haltung für mehr Entspannung. „Die Montage wurde nur mit einem flexiblen Seil durchgeführt. Dieses gibt dem Produkt maximale Flexibilität. Auch auf unebenem Boden kann der Stuhl das Gewicht gleichmäßig aufteilen“, verrät Schubert das Geheimnis.

„Die Arbeit war manchmal chaotisch, aber auch wild und spaßig.“ Lehrer Andreas Schubert

Die Arbeit wurde tatsächlich wie am Fließband erledigt. Während ein Teil der Schüler noch bohrte, waren andere bereits mit dem Lackieren beschäftigt, gleichzeitig erfolgte schon der Zusammenbau. Lediglich die ursprünglich konzeptionierten Kopfpolster konnten nicht mehr produziert werden, weil wegen der Lockdowns und des Distance Learnings die Zeit zu kurz war.

Obwohl der „Kentucky Stick Chair“ möglicherweise Potenzial für eine tatsächliche Serienproduktion hätte, betont Schubert, dass es sich „nur“ um ein einmaliges Schulprojekt gehandelt hat. „In diesem Sinne war es eine Nuller-Serie einer Serienfertigung“, so der Klassenlehrer.

Die Bilanz fällt jedenfalls positiv aus. „Die Arbeit war manchmal chaotisch, aber auch wild und spaßig. Die Jugendlichen waren sehr engagiert bei der Sache“, lobt Schubert. Und die Schüler der 4 A und der 4 B sind sich einig: „Unsere Arbeit und die Hartnäckigkeit unseres Lehrers waren es wert.“