Beitritt zu Pilgervereinigung als Chance für Tourismus. Tourismusverband schloss sich internationaler Pilgervereinigung an. Obmann erwartet von geplanter Kulturroute viel.

Von Markus Zauner. Erstellt am 29. November 2019 (09:43)
everst/Shutterstock.com
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Eine außerordentliche Hauptversammlung aller Mitgliedsgemeinden des Tourismusverbandes Traisen-Gölsental berief Verbandsobmann Manuel Aichberger ein. Auf der Tagesordnung stand der (letztlich einstimmig abgesegnete) Beitritt des Verbandes zum Verein „Romea Strata“. Bei diesem handelt es sich um ein europäisches Pilgerprojekt — mit dem Ziel der Schaffung eines durchgehenden „Pilgerkorridors“ von Polen (in weiterer Folge von den baltischen Staaten) bis nach Rom.

Die Route soll bereits bestehenden Pilgerwegen, unter anderem der durch den Bezirk Lilienfeld verlaufenden Via Sacra, folgen und vorhandene Infrastruktur einbeziehen. Vorgesehen ist eine einheitliche Aufbereitung, sodass die Strecke für Pilger aus allen Ländern gut begehbar und erlebbar wird. Deklariertes Ziel ist es, den so entstehenden durchgehenden Pilgerweg mit dem Arbeitsnamen „Romea Strata“ beim Europarat als europäische Kulturroute einzureichen.

„Für uns im Bezirk bedeutet dieses Projekt, dass Lilienfeld und alle anderen Gemeinden entlang der Via Sacra mitten im Herzstück einer neuen europäischen Kulturroute liegen würden. Ich sehe darin eine Chance für die Stadtgemeinde und die gesamte Region, sich in diesem Rahmen mit interessanten Kulturveranstaltungen zu präsentieren und Teil eines europäischen Netzwerkes zu werden“, betont Tourismusverbandsobmann Manuel Aichberger. Die Rolle des Stiftes an der Via Sacra könne ebenfalls gestärkt werden.

Erste konkrete Projekte sind laut Aichberger bereits in Planung. Ab Mitte Mai 2020 sei eine Pilger-Promotion-Tour in Vorbereitung. Von Velehrad in Tschechien soll es in 45 Tagen rund 1.000 Kilometer ins italienische Aquileia gehen. Dabei sind für die Pilgergruppen auch Stopps in Kaumberg, Lilienfeld und Annaberg geplant.