Bezirksfeuerwehren starten Kampf um Meter und Sekunden. Wiesenfeld und Kaumberg siegten bei Bewerben ohne Alterspunkte. Einsätze für FF sind 2017 gestiegen.

Erstellt am 05. Juni 2018 (05:10)
NOEN, BFKDO Lilienfeld, HBI Christian Teis
Alle Gewinner von Pokalpreisen der Bezirksfeuerwehrleistungsbewerbe stellten sich mit Ehrengästen im Anschluss an die kräfteraubenden Wettkämpfe in Kaumberg stolz für ein Erinnerungsfoto.

Ein Wochenende ganz im Zeichen der freiwilligen Feuerwehr: Am Samstag kämpften die Florianijünger im Rahmen der Bezirksfeuerwehrleistungsbewerbe in Kaumberg um die begehrten Trophäen. Im Bewerb Bronze ohne Alterspunkte siegte die Wettkampfgruppe Wiesenfeld I, im Bewerb Bronze mit Alterspunkten gewann Ramsau 2.

Den Bewerb Silber ohne Alterspunkte entschied Kaumberg I für sich, im Bewerb Silber mit Alterspunkten landete Türnitz auf Platz eins. Die Bezirksfeuerwehrjugendleistungsbewerbe entschied im Bewerb Bronze die Feuerwehrjugend-Gruppe Freiland, Lehenrotte und Türnitz für sich. Den Bewerb Silber holte sich die Gruppe Wiesenfeld-Rainfeld.

NOEN
Hurra, gewonnen — die siegreiche Wettkampfgruppe Wiesenfeld I mit Marlene Friedl, Manuel Rotheneder, Johann Berger und Johann Friedl (v. l.).

Nur wenige Stunden zuvor ließen die Feuerwehren beim ebenfalls in Kaumberg abgehaltenen Bezirksfeuerwehrtag das Jahr 2017 Revue passieren. Und es war ein intensives Jahr: 1.270 Einsätze, davon 970 technische Einsätze, 126 Brandeinsätze und 174 Brandsicherheitswachen, stehen zu Buche. Das bedeutet insgesamt ein Plus von 213 Einsätzen gegenüber 2016.

11.844 Einsatzstunden, besondere Auszeichnung

Beeindruckend wurde es besonders, als die Rede auf die Gesamteinsatzstunden 2017 kam. „Insgesamt wurden von 7.602 eingesetzten Feuerwehrmitgliedern 11.844 Einsatzstunden geleistet“, rechnete Bezirksfeuerwehrkommandant Anton Weiss stolz vor. Noch imposanter lesen sich die Gesamtzahlen. Bei zusammengerechnet 8.118 Einsätzen, Übungen und Tätigkeiten brachten es 36.010 eingesetzte Feuerwehrmitglieder auf 133.568 geleistete Stunden. Wobei das weibliche Geschlecht im Bezirk im Vormarsch ist. „Mittlerweile halten wir bei einem Frauenanteil von 8,5 Prozent“, so Weiss. 2016 standen 127 Feuerwehrfrauen zu Buche, 2017 waren es 136.

NOEN
Josef Halbwax (vorne) wurde für seine 70-jährige Mitgliedschaft bei der Freiwilligen Feuerwehr Kaumberg gewürdigt. Ihm gratulierten die Bürgermeister Alois Kaiser und Rudolf Pfeffer, Bezirkshauptmann Franz Kemetmüller, Bürgermeister Johann Gastegger, Bezirksfeuerwehrkommandant Anton Weiss, der Leiter des Verwaltungsdienstes, Ernst Hofstetter, Bürgermeister Michael Wurmetzberger, Bundesrat Karl Bader, Bürgermeister Christian Leeb, Nationalratsabgeordneter Christian Hafenecker, Bezirksfeuerwehrkommandant-Stellvertreter Richard Fuchs, Ortschefin Gertraud Steinacher, Polizeiinspektionskommandant Karl Leitner-Grabner, Bezirkspolizeikommandant Michael Hochgerner sowie Vizeortschef Andreas Klos (von links).

Die rund 133.000 Stunden der Mitglieder im Jahr 2017 würden übrigens umgerechnet einen Wert von rund 3,2 Millionen Euro ergeben.

Von den Ehrengästen gab es durch die Bank Lob. „Es gibt sie noch — die Menschen, die nicht erst fragen, sondern einfach helfen, wo Hilfe gebraucht wird“, meinte Bundesrat Karl Bader. „Feuerwehr heißt Dienst an der Gesellschaft — und es geht nur Miteinander“, sagte indes Kaumbergs Bürgermeister Michael Wurmetzberger. Nationalratsabgeordneter Christian Hafenecker, der selbst FF-Mann ist, erinnerte an die Belastungen für die FF bei fatalen Unfällen, wie jenem vor wenigen Tagen in Freiland (siehe Seite 12): „Wir werden aus Träumen gerissen, um Albträume zu sehen.“

Eine ganz besondere Auszeichnung gab es für den Kaumberger Feuerwehrmann Josef Halbwax: Dem 96-Jährigen wurde das Ehrenzeichen für 70 Jahre verdienstvolle Tätigkeit überreicht.