Christian Hafenecker: Das plant der Generalsekretär. Christian Hafenecker (FP) über die Auswirkungen seiner parteiinternen Beförderung und seine Pläne für den Bezirk Lilienfeld.

Von Markus Zauner. Erstellt am 23. Mai 2018 (04:58)
Christian Hafenecker
Zauner

Die Beschlüsse in den Gremien erfolgten einstimmig: Seit letzter Woche (NÖN online berichtete) ist der Kaumberger Christian Hafenecker neuer Generalsekretär der FPÖ. Im großen NÖN-Interview steht der 37-Jährige Rede und Antwort.

NÖN: Sie bleiben Nationalratsabgeordneter, hören aber bis Herbst als FPÖ-Landesparteisekretär auf. Wie schaut es mit Ihrer Funktion als freiheitlicher Bezirksparteiobmann aus?

Hafenecker: Ich bleibe Bezirksparteiobmann. Arno Schönthaler wird in seiner Funktion als geschäftsführender FPÖ-Bezirksparteiobmann aber verstärkt eingesetzt werden und die alltäglichen Entscheidungen des Bezirksparteiobmannes sowie die Pressearbeit übernehmen. Was das Organisatorische betrifft, ist Sabine Wollinger eine große Stütze.

Sie sind soeben zum 3. Mal Vater geworden. Lassen sich Beruf und Familie in dieser Spitzenfunktion vereinbaren?

Hafenecker: Ja, drei Kinder sind aber sicher eine Herausforderung und Verantwortung zugleich. Es gilt, mit den knapper werdenden Zeitressourcen sorgsam umzugehen. Ich werde aber sicher kein Vater sein, den die Kinder nur aus dem Fernsehen kennen. Zeit mit der Familie ist für mich wichtig, um vom Job-Stress herunterzukommen.

Ein Umzug von Kaumberg nach Wien ist ein Thema?

Hafenecker: Nein, das kommt nicht in Frage. Ich bin mit Leib und Seele Kaumberger und werde das auch bleiben.

„Ich werde sicher kein Vater sein, den die Kinder nur aus dem Fernsehen kennen“, sagt Christian Hafenecker, der soeben zum 3. Mal Papa geworden ist. Im Bild mit Frau Maria, Baby Stefan Alfred sowie seinen weiteren Kindern Heidelinde und Bernhard Michael.
Halbwax

Gibt es spezielle Ziele, die Sie in Ihrer neuen Funktion für den Bezirk Lilienfeld erreichen wollen?

Hafenecker: Eine Verbesserung bei Verkehr und Infrastruktur ist sicher der Schlüssel für den ländlich strukturierten Raum. Themen im Bezirk sind hier die rasche Verwirklichung von S 34 und B 334, aber auch der Breitbandausbau. Ich will aber auch mithelfen, den Süden des Bezirkes Lilienfeld wirtschaftlich in die Gänge zu bringen. Es muss etwas Nachhaltiges gemacht werden, punktuelle Maßnahmen werden nichts bringen. Ich möchte dazu auch den Kontakt zu unseren steirischen Freunden suchen, um ein erfolgreiches Paket für die ganze Region zu schnüren.

Stichwort Gemeinderatswahlen 2020: Werden Sie in Kaumberg kandidieren?

Hafenecker: Auszuschließen ist nichts. Ich möchte den Wähler aber nicht hinters Licht führen. Wenn ich kandidiere, dann werde ich die Arbeit ordentlich machen. Am Ende des Tages ist es sicher eine Frage des Zeitbudgets, ob ich für die FPÖ in Kaumberg antreten werde oder nicht.