Dem Körper in der Fastenzeit eine Pause gönnen. Mediziner, Politiker und Künstler nützen die Fastenzeit für den Verzicht.

Von Nadja Straubinger. Erstellt am 16. April 2019 (03:16)
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Egal ob aus religiösen Gründen oder für das persönliche Wohlbefinden: Die Fastenzeit nützen immer mehr Menschen, um etwas Gutes für Körper und Seele zu machen.

Von Aschermittwoch bis Gründonnerstag erstreckt sich die Fastenzeit. Diese nützen viele Promis im Bezirk, um auf etwas zu verzichten, weniger aus religiösen Gründen, mehr aus gesundheitlichen.

Bezirksärztevertreter Richard Friewald ernährt sich in der Fastenzeit vegan und verzichtet auf Alkohol. „Grundsätzlich bin ich kein Anhänger veganer Ernährung, da es auf Dauer aus meiner, aus medizinischer Sicht nicht gesund ist. Aber kurzfristig macht es sicher Sinn“, ist Friewald überzeugt. Es gebe dem Körper Gelegenheit, sich zu regenerieren. „Ich weiß auch von vielen Patienten, dass sie die Fastenzeit nutzen und dem Körper eine Pause gönnen.“ Auch Hausarzt Patrick Killmaier fastet konsequent. Für ihn heißt es kein Fleisch, kein Alkohol und keine Süßigkeiten. „Es ist für mich eine gute Übung, Selbstdisziplin zu trainieren und den Körper sinnvoll zu entgiften. “

Auf Alkohol und Süßigkeiten verzichtet auch Künstlerin Monika Kraft, hat aber schon die eine oder andere Ausnahme gemacht. „Grundsätzlich finde ich die Frühlingszeit immer günstig für Vorsätze, weil man den Winter über so viel Speck angelegt hat“, schmunzelt Kraft. Außerdem ist es ihr wichtig, sich selbst Ziele zu setzen.

Seit vielen Jahren verzichtet Alt-Bürgermeister Michael Singraber aus Kaumberg in der Fastenzeit auf Alkohol. Ausnahmen macht er keine: „Sonst bringt das nichts.“ Allerdings sei das jetzt leichter, als früher, als er noch Bürgermeister war. Meistens einen Kaffee statt einem Seiterl Bier trinkt Mitterbachs Bürgermeister Alfred Hinterecker. „Ich faste in eher geringem Maße, versuche schon zu reduzieren, zumindest bemühe ich mich. Obgleich ich dazu sagen muss, es ginge sicher mehr. Also es hält sich bei mir in Grenzen“, lacht Hinterecker. Bei den vielen Terminen komme er aber oft ohnehin bis zum Abend nicht zum Essen.

Umgekehrt macht es Lilienfelds Bürgermeister Wolfgang Labenbacher: Ab mittags verzichtet er in der Fastenzeit großteils komplett aufs Essen. „Das wirkt sehr gut“, berichtet er von schon einigen „gepurzelten“ Kilos. Weswegen er auch über die Fastenzeit hinaus noch rund vierzehn Tage diese Form der „Diät“ anhängen will.