FSG erreicht trotz Verlust 75 Prozent. NÖAAB und FA-FPÖ gewannen über zwei Prozent dazu. Wahlbeteiligung sank.

Von Nadja Straubinger. Erstellt am 09. April 2019 (04:11)
APA/ROLAND SCHLAGER
Symbolbild

Ein zum Landesergebnis gegensätzliches Bild zeigte sich im Bezirk Lilienfeld bei den Zugewinnen und Verlusten bei der Arbeiterkammer-Wahl. Auch im Bezirk liegen die Sozialdemokratischen Gewerkschafter von der FSG klar vorne, verloren aber vier Prozentpunkte. Auf Platz zwei landete die Liste NÖAAB-FCG, sie gewann 2,8 Prozentpunkte dazu. Die FA-FPÖ legte 2,7 Prozentpunkte dazu, Kandidaten im Bezirk gab es jedoch keinen. Die Wahlbeteiligung von 73 Prozent war zwar um drei Prozent niedriger als 2014, war aber fast doppelt so hoch wie niederösterreichweit.

„Es ist wichtig, dass jeder von seinem Wahlrecht Gebrauch macht"

Die Spitzenkandidaten der beiden stärksten Gruppierungen sind zufrieden mit ihrem Ergebnis. „Ich war das erste Mal Spitzenkandidatin, deswegen freue ich mich umso mehr über den Zugewinn“, sagt NÖAAB-Bezirksspitzenkandidatin Barbara Weiß. Sie war im Wahlkampf viel unterwegs, verteilte Infomaterial und besuchte Betriebe im ganzen Bezirk. Besonders wichtig war ihr, auf die Wichtigkeit der Arbeiterkammer-Wahl hinzuweisen, gerade weil die Wahlbeteiligung sinke. „Es ist wichtig, dass jeder von seinem Wahlrecht Gebrauch macht. Im Bezirk haben wir noch eine bessere Wahlbeteiligung“, sagt Weiß.

An der Spitze der FSG im Bezirk stand Josef Indra, der sich trotz des Minus positiv gestimmt zeigt: „Wir haben uns auf hohem Niveau gehalten. Wir sind fast in jeder Firma erste.“ Damit habe er sein Ziel erreicht. Obwohl er findet, dass die Bereitschaft, wählen zu gehen, größer sein hätte können.

Wer als Kammerrat in das „Arbeitnehmerparlament“ einziehen wird, entscheidet sich erst in den nächsten Wochen. Indra ist bereits fix. „Mir liegen besonders Kinderbetreuungsplätze damit Alleinerziehende arbeiten gehen können und leistbare Wohnungen am Herzen“, betont Indra. Weiß möchte in die Arbeiterkammer einbringen, „was die Arbeitnehmer zwickt“.

FP-Bezirksobmann Christian Hafenecker bedankt sich anstelle eines Kandidaten für das Plus bei der AK-Wahl: „Dieses Ergebnis zeigt nicht nur einen steigenden Zuspruch zur freiheitlichen Arbeitnehmervertretung, sondern auch, dass der Kurs der FPÖ in der Bundesregierung im Bezirk auf Zustimmung stößt.“

Umfrage beendet

  • Geringe Wahlbeteiligung bei AK-Wahl: Interesse an starker Arbeitnehmervertretung zu gering?