Helfer aus der Luft probten den Ernstfall. Unterstützt von Bundesheer und Polizei hat der Flugdienst des NÖ Landesfeuerwehrverbandes (NÖLFV) mit seinen mehr als 100 Mitgliedern am Samstag den Ernstfall geprobt.

Von APA / NÖN.at. Erstellt am 13. Juni 2021 (10:04)

In der Nähe der Eibl-Teichhütte in Türnitz standen große Waldflächen in Brand. Zudem waren Ausflügler und Einsatzkräfte in den Flammen eingeschlossen. Sie mussten aus der Luft gerettet werden, hatte das Übungsszenario gelautet.

Damit im Ernstfall jeder Handgriff sitzt, knatterten die Rotoren der Hubschrauber und starteten Löschflugzeuge zur Brandbekämpfung aus der Luft. 40.000 Liter Nutzwasser wurden auf die fiktiven Flammenwände abgeworfen, teilte der NÖLFV mit.

"Wald- und Flurbrände haben in Niederösterreich in den vergangenen Jahren zugenommen", erinnerte Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner. Die Tendenz sei steigend. "Aus diesem Grund haben wir vor wenigen Monaten einen eigenen Sonderdienst gegründet, der speziell ausgebildet und mit modernsten Löschgeräten und Einsatzfahrzeugen für die Waldbrandbekämpfung ausgestattet wird."

Der Flugdienst des Landesfeuerwehrverbandes verfügt derzeit über vier Stützpunkte: Dobersberg (Bezirk Waidhofen a.d. Thaya), Wiener Neustadt, Amstetten und Tulln. Die exakte Einsatzstärke beträgt 106 Mann. Zur Bekämpfung von Waldbränden stehen drei Löschwasserbehälter mit einem Fassungsvermögen von jeweils 3.000 Litern Wasser, acht mit 1.000 und zehn weitere für je 500 Liter zur Verfügung. Zudem verfügt der NÖLFV über zwei mobile Hubschraubertankstellen. Deren Fassungsvermögen beträgt jeweils 5.000 Liter Treibstoff.

Vom Bundesheer wurde die Übung am Samstag nach Angaben des Militärkommandos Niederösterreich mit drei Hubschraubern und zwei Flugzeugen unterstützt. Im Einsatz standen zwei S70 "Black Hawk" und eine Alouette 3 sowie Maschinen des Typs PC6 Pilatus Turbo Porter. Einen weiteren Hubschrauber stellte die Polizei.