Lechner Buam sagen Adieu. Karriereende nach 35 Jahren: Erfolgreiche Bezirksmusiker rüsten sich für ihren letzten Auftritt im Mai.

Von Markus Zauner. Erstellt am 16. Januar 2018 (05:41)
Franz Crepaz

„Lechner Buam — bitte hört nicht auf“: Sogar eine eigene Facebook-Gruppe hat sich gegründet, welche die großteils im Bezirk Lilienfeld wohnhaften Volksmusiker doch noch umstimmen will. Der Zug ist aber endgültig abgefahren, bestätigt Band-Leader Willi Grafeneder im NÖN-Exklusivgespräch. „Einige Mitglieder wollen aus privaten Gründen aufhören“, so der St. Veiter.

Damit neigt sich die Bilderbuchkarriere des Quintetts mit dem heuer gefeierten 35-jährigen Jubiläum dem Ende zu. Zu den größten Erfolgen zählt Willi Grafeneder das famose Abschneiden bei der „Krone der Volksmusik“ im Jahr 1991: „Das war unser erster Fernsehauftritt und wir haben österreichweit gleich den dritten Platz geholt.“ Insgesamt sieben Gastspiele der Lechner Buam stehen beim „Musikantenstadl“ zu Buche. 2014 holten die Musiker den Oberkrainer Award. „Damit sind wir eine der wenigen Gruppen aus Österreich, die diesen Preis schon geholt hat“, freut sich Willi Grafeneder.

„Wir hören am Höhepunkt unserer Karriere auf.“ Willi Grafeneder, Band-Leader der Lechner Buam

Gern gesehene Gäste waren die Lechner Buam im In- und Ausland. Reisen führten die sympathischen Musiker von Korfu über Holland bis nach Tunesien. Insgesamt wurden bisher rund 2.500 Live-Auftritte (!) gespielt, rechnet Willi Grafeneder vor.

Lechner Buam "geigen" zum Abschluss noch einmal in Traisen auf

Bevor die Lechner Baum endgültig von der Bühne abtreten, wird freilich noch ein paar Mal ordentlich Gas gegeben, ehe vom 20. bis 22. April der große Österreich-Showdown der Band im Bauer-Event-Stadl in Traisen mit Freunden und Weggefährten der letzten 35 Jahre in Szene geht. „Traisen wird ein Oberkrainer-Event erleben, das seinesgleichen suchen muss“, versprechen die Lechner Buam.

Der letzte Auftritt überhaupt steht dann am 12. Mai in Slowenien am Programm. „Im Land der Oberkrainermusik“, wie Willi Grafeneder betont. Und: „Wir hören am Höhepunkt unserer Karriere auf“, weiß der St. Veiter.