Radboom: In Pedale treten liegt im Trend. Stärkeres Kaufinteresse verzeichnen heimische Händler. Drahtesel für Alltag wird oft durch eBike für längere Touren ergänzt.

Von Astrid Krizanic-Fallmann. Erstellt am 24. Juni 2020 (03:49)
Lilienfelder Pedalritter: Eine Selbstverständlichkeit ist Radfahren für Stadtamtsdirektor Franz Rametsteiner, Bauamtsleiterin Christiane Rauscher, Bürgermeister Wolfgang Labenbacher, Schulwart Werner Ebner, Vizebürgermeister Manuel Aichberger und Gemeindebediensteten Thomas Dobner (v. l.).
Krizanic-Fallmann

„Das nächste Mal machen wir eine Gemeinde-Rad-Sitzung“, scherzt der Lilienfelder Bürgermeister Wolfgang Labenbacher beim NÖN-Fototermin. Ob in der Freizeit oder für Wege in Ausübung seiner politischen Funktion: Sehr oft ist er mit dem Drahtesel unterwegs. Um bequemer die Mountainbike-Strecke am Muckenkogel bewältigen zu können, hat der Lilienfelder Bürgermeister mittlerweile ein eBike. Ein solches nützt auch Stadtamtsdirektor Franz Rametsteiner für Touren auf den Lilienfelder Hausberg. Auf sein „normales“ Fahrrad greift er im Alltag zurück.

Gemeindemitarbeiter Thomas Dobner nützt sein Stahlross („Das habe ich schon sehr lange“) genauso für dienstliche Fahrten in der Bezirkshauptstadt, wenn es schnell vom Lilienfelder Rathaus zu den Schulen oder in Kindergärten gehen soll. „Ich fahre damit nicht in die Arbeit“, stellt hingegen Vizebürgermeister Manuel Aichberger klar, der Jurist im Büro von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner in St. Pölten ist. Das gesundheitsfördernde und umweltfreundliche Fortbewegungsmittel schätzen die Lilienfelder Bauamtsleiterin Christiane Rauscher und NMS-Schulwart Werner Ebner ebenfalls.

Eine Selbstverständlichkeit und wichtiger Bestandteil der individuellen Mobilität ist in den heimischen Gefilden für viele der rollende Untersatz. Bedingt durch die Coronakrise erlebt das Fahrrad generell einen regelrechten Boom. „Ja, es gibt einen“, weiß Norbert Strametz vom Rad- und Sportshop in Traisen über den Trend Bescheid. Alle Varianten – ob Rennrad, Mountainbike, Trekkingbike, Citybike oder eBike – sind gefragt. Das Interesse geht quer durch die Generationen. Dementsprechend ausgelastet ist zudem die Reparatur-Werkstatt der Firma Strametz. Fachhändler-Kollege Ronald Bauer stößt ins selbe Horn. „Heuer ist es deutlich stärker“, berichtet der Traisner.

Über Jahre hinweg standen zwei monatliche Radtouren am Programm der Naturfreunde Traisen. Heuer wurde das Angebot durch eine monatliche Fahrt nur für eBiker erweitert. „Da können sich diese bei der Geschwindigkeit austoben“, schmunzelt Obfrau Helga Beyerl. Bei Ausflügen mit eigener Muskelkraft ist die Teilnahme mit eBikes erlaubt. „Dann müssen sie sich anpassen“, sagt die Naturfreunde-Vorsitzende. Ausgangs- und Gruppenbeschränkungen sowie schlechtes Wetter der letzten Zeit machten gemeinsamen Fahrten noch einen Strich durch die Rechnung. Diesen Donnerstag sollte es klappen. Es geht nach St. Aegyd.

Beliebt ist nicht nur der Traisental-Radweg, sondern auch die Strecke nach Türnitz oder ins Gölsental. Dort wird noch an der Verwendung der ehemaligen Bahntrasse zwischen Hainfeld und Kaumberg für die Pedalritter getüftelt. „Da bleiben wir dran, das wollen wir unbedingt“, betont Kaumbergs Ortschef Michael Wurmetzberger.

Ortschef: „Auf den Helm nicht vergessen“

Dem begeisterten Mountainbiker ist vor einigen Wochen ein Malheur passiert. Von der Araburg kommend, stürzte er unweit seines Zuhauses. Die Verletzung der Schulter musste operiert werden. Der Helm verhinderte noch Schlimmeres. Arg verbeult war der Kopfschutz trotz wenig Tempo durch die Wucht des Aufpralls. „Auf den Helm nicht vergessen“, rät Wurmetzberger daher zur Vorsicht.

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