Sparen durch Covid wieder interessanter. Bezirk Lilienfeld: Banken verzichten auf Empfänge. Interesse an Sparbüchern ungebrochen, Fondssparen wird beliebter.

Von Nadja Straubinger. Erstellt am 21. Oktober 2020 (03:00)
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War der Weltspartag in den letzten Jahren immer eine Zusammenkunft von Banken, Geschäftspartnern und Kunden mit gemütlichem Umtrunk, wird es dieses Jahr ruhiger in den Bankstellen zugehen. Die im Bezirk Lilienfeld ansässigen Sparkassen und Raiffeisenbanken weiten den Weltspartag auf Tage oder Wochen aus.

„Unsere Weltsparwochen haben bereits am Montag begonnen“, informiert die Leiterin der Sparkassen-Filiale in Lilienfeld, Evelyn Thron. Dabei werde gut auf die Einhaltung des Abstandes und auf den Mund-Nasenschutz geachtet. Obwohl die Bewirtung ausfällt, Geschenke für Kinder werde es trotzdem geben. „Allerdings ist der Stellenwert für die Kinder nicht mehr so hoch“, weiß Thron, dass die Besuche in den letzten Jahren immer weniger werden. Ungebrochen ist die Beliebtheit des Sparbuches, es sei noch immer die beliebteste Sparform der Kunden im Bezirk. „Durch die Corona-Pandemie zeigt sich, dass die Menschen wieder gerne etwas auf der Seite haben möchten“, berichtet Thron.

„Unsere Weltsparwochen haben bereits am Montag begonnen“

Auch bei der Raiffeisenbank Traisen-Gölsental setzt man dieses Jahr auf Weltspartage. „Wir haben den Weltspartag auf eine Woche ausgeweitet, damit der Andrang nicht so groß ist“, erklärt Direktorin Hermine Dangl. Auf den jährlichen Empfang verzichtet das Unternehmen. Die Ehrengäste seien bereits informiert worden. Dass der Weltspartag noch immer Relevanz hat, davon ist Dangl überzeugt: „Wir sehen es mehr als Vorsorge und als Reserve für die Zukunft.“ Das Sparbuch ist zwar für die jüngsten Kunden der Raiffeisenbank noch interessant, sie erhalten an den Weltspartagen auch ein kleines Geschenk. „Sonst geht der Trend aber eher Richtung Fondssparen und Wertpapiere. Da ist die Rendite höher“, so Dangl.

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